Freilichttribüne Eutin

Kultur trifft auf technische Präzision

Die ibh – ingenieurbüro heimsch GmbH hat die TGA-Planung für die neu gestaltete Spielstätte der Eutiner Festspiele realisiert. 

Eröffnung der Seebühne bei den Eutiner Festspielen. Bild: Christoph Knorr
Eröffnung der Seebühne bei den Eutiner Festspielen. Bild: Christoph Knorr

Pünktlich zum Start der diesjährigen Festspielsaison zeigte sich die Freilichttribüne der Seebühne in Eutin in neuem Gewand – technisch auf dem neuesten Stand, architektonisch eingebettet in die historische Kulisse des Schlossgartens. Die Ingenieurleistungen für die technische Gebäudeausrüstung stammen aus dem Hause ibh (ingenieurbüro heimsch GmbH).

Im Auftrag der Stadt Eutin und nach dem Entwurf von Prof. Moths Architekten entstand eine moderne Ersatztribüne mit rund 2.000 Sitzplätzen. Das Projekt wurde durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ gefördert.

Komplexe Technik unter der Tribüne

Was für das Publikum nach Sommer, See und Musik aussieht, ist unterhalb der geschwungenen Betonschale ein präzise geplanter Technikraum: ibh verantwortete sämtliche Gewerke von Heizung, Lüftung und Sanitär über Regelungstechnik bis hin zu den technischen Außenanlagen – in allen Leistungsphasen von 1 bis 9.

Ein Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung sorgt für die kontrollierte Be- und Entlüftung der innenliegenden Räume. Mehrere Feuchtefühler verhindern Kondensationsprobleme in den Übergangszeiten. Die Sanitäranlagen sind modern und barrierefrei konzipiert, das Abwasser wird über eine Hebeanlage zuverlässig in das öffentliche Sielsystem geführt.

Wärme für den Orchestergraben

Ein besonderes Detail: Der auf 110 m² vergrößerte Orchestergraben wurde mit einer elektrischen Fußbodenheizung ausgestattet. Das ermöglicht eine gleichmäßige Temperierung – ein echtes Plus für die Instrumentenstimmung bei Proben und Aufführungen.

Wasserführung mit Weitblick

Auch im Bereich der Entwässerung bewies das Team von ibh planerische Weitsicht: Entwässerungsrinnen und eine umlaufende Drainage sorgen dafür, dass Regenwasser gezielt in den Eutiner See eingeleitet wird – im Einklang mit Natur, Technik und Denkmalschutz.

„Solche Projekte zeigen, wie wichtig die technische Planung im Hintergrund ist – gerade dort, wo sie für das Publikum unsichtbar bleibt“, so Jens Schloßhauer, Geschäftsführer ibh.

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