Gemeinsam mit Partnern aus der Praxis untersucht das Institut, wie Komponenten etwa aus Heizungs-, Lüftungs- oder Elektrosystemen systematisch aufbereitet und wiederverwendet werden können. Das Projekt betrachtet einen bislang wenig betrachteten Bereich des kreislaufgerechten Bauens: Obwohl die TGA nur etwa 1-4 % der Gebäudemasse ausmacht, kann sie für bis zu 50 % der grauen CO₂-Emissionen eines Gebäudes verantwortlich sein.
TGA-Komponenten werden trotz des hohen Ressourceneinsatzes häufig nur einmal genutzt und anschließend stofflich recycelt. Viele dieser Komponenten sind jedoch standardisiert und grundsätzlich für einen Rück- und Wiedereinbau geeignet. Dafür fehlen bislang einheitliche Prüfverfahren, Mittel zur digitalen Rückverfolgbarkeit, geeignete Zwischenlager und wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle.
Im Projekt RE-LOOP-TGA entsteht eine integrierte Daten- und Logistikplattform, die relevante Akteur*innen entlang der Prozesskette vom Rückbau bis zum Wiedereinbau miteinander vernetzt. TGA-Komponenten sollen systematisch rückgebaut, geprüft und kategorisiert sowie ihre Lebenszyklus- und Nutzungsdaten digital erfasst werden. Dafür erarbeiten die Projektpartner standardisierte Prüf- und Qualitätsprozesse, interoperable Schnittstellen und digitale Produktpässe. In Pilotanwendungen und Workshops werden anschließend die logistischen Abläufe, Plattformfunktionen und mögliche Geschäftsmodelle erprobt und validiert. Auch der Aufbau eines Online-Marktplatzes für zirkuläre TGA-Komponenten ist vorgesehen.
Das Projekt läuft bis 2029. Die Hochschule Düsseldorf übernimmt über das In-LUST die Verbundkoordination. Projektpartner sind die Wilhelm Knepper GmbH & Co. KG und die Concular GmbH.














