Trinkwasserhygiene

Geberit: Handlungsempfehlungen nach dem Hochwasser

Um Beeinträchtigungen der Trinkwassergüte und Gesundheitsrisiken zu vermeiden, müssen Trinkwasserinstallationen gesäubert und fachgerecht gespült werden.

 

Sobald wieder einwandfreies Wasser zur Verfügung steht, empfiehlt Geberit Installateuren als erste Sofortmaßnahme durchnässte Dämmungen zu entfernen und zu entsorgen, da bei niedrig legierten Rohren sonst Schäden durch Korrosion auftreten können. - Quelle: Geberit
Sobald wieder einwandfreies Wasser zur Verfügung steht, empfiehlt Geberit Installateuren als erste Sofortmaßnahme durchnässte Dämmungen zu entfernen und zu entsorgen, da bei niedrig legierten Rohren sonst Schäden durch Korrosion auftreten können. - Quelle: Geberit

Die Starkregenfälle und das Hochwasser der vergangenen Wochen haben in weiten Teilen Deutschlands erhebliche Schäden verursacht: Neben der humanitären Notlage und dem immensen materiellen Schadensausmaß wurden dabei auch Trinkwasserinstallationen stark verunreinigt. Jetzt sind SHK-Installateur:innen gefragt: Sie müssen die Trinkwasserinstallationen schnellstmöglich reinigen und spülen, sobald die Wasserversorgungsunternehmen wieder einwandfreies Wasser liefern.

Was sie dabei zu beachten haben, hat Geberit kurz und prägnant in einem Dokument zusammengestellt – hersteller- und materialunabhängig. Dieses Dokument sowie zusätzliche Informationen zur Trinkwasserhygiene erhalten Sie unter diesem Link: www.geberit.de/trinkwasserhygiene.

Nach dem Hochwasser besteht vor allem für die Anwohner ein gesundheitliches Risiko, da die Trinkwasser-Installation mit verkeimtem Schmutzwasser in Kontakt gekommen sein könnte – über die Versorgungsleitung oder über Apparate und Einbauteile wie z.B. Rückspülfilter oder auch über Sicherungs- und Sicherheitsarmaturen. Darüber hinaus besteht aufgrund der Nässeeinwirkung die Gefahr von Korrosionsschäden.

Schnellstmöglich handeln

Installateure müssen daher schnell handeln, sobald wieder einwandfreies Wasser zur Verfügung steht. Geberit empfiehlt ihnen als erste Sofortmaßnahme durchnässte Dämmungen zu entfernen und zu entsorgen, da sonst Schäden durch Außenkorrosion auftreten können. In einem nächsten Schritt sollten die Handwerker die gesamte Leitungsanlage gründlich von außen trocknen und reinigen.

Fachgerechte Spülung nach den Regelwerken des DVGW und ZVSHK

Für die weitergehenden Arbeiten zum Erhalt der Trinkwassergüte in überfluteten Installationen gelten das DVGW-Arbeitsblatt W 557 „Reinigung und Desinfektion von Trinkwasser-Installationen“ sowie das ZVSHK-Merkblatt „Spülen, Desinfizieren und Inbetriebnahme von Trinkwasser-Installationen“. In den meisten Fällen reicht eine fachgerechte Spülung mit einem Wasser-/ Luftgemisch aus, um die Trinkwassergüte wieder herzustellen. Bestehen allerdings Restzweifel oder ein erhöhtes Schutzziel wie in Kindergärten, Altenheimen und ähnlichen Einrichtungen, sollte in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt eine Beprobung durchgeführt werden.

Printer Friendly, PDF & Email
04.02.2026
Verbände-Kooperation
Die Initiative „Fit für Trinkwasser“ der Branchenverbände BTGA, figawa und ZVSHK unterzeichnete mit dem DVGW eine Absichtserklärung zur Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich „Qualifizierung...
14.05.2026
Viega
Für der Bestandsaufnahme und Risikoabschätzung bei Trinkwasserinstallationen ist die Betrachtung des Fließwegs eine wertvolle Hilfe.
06.10.2026
DVQST
Neben allgemeinen Fragen zur Trinkwasserqualität befasst sich dieser Film auch mit den Gefahren aus den Trinkwasserleitungen innerhalb von Gebäuden. Das SWR-Dokumentarteam begleitete Sachverständige...
05.12.2025
Legionellenuntersuchungen nach TrinkwV
Im kommenden Jahr ergeben sich für Betreiber und Labore einige wesentliche Änderungen bei der Untersuchung von Trinkwasserinstallationen auf Legionellen.
05.05.2026
Viega
Viega Produktdaten können nun auch in Anwendungen wie MagiCAD oder Trimble genutzt werden.
21.01.2026
Gebäudetyp E?
In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisieren die TGA-Repräsentanz Berlin und die sie tragenden Verbände die Eckpunkte von BMJV und BMWSB zum so genannten Gebäudetyp E.