„Der Ukraine-Krieg ist eine historische Zäsur für Europa. Das gilt auch für das bestehende europäische System der Energieversorgung", sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. "Wir müssen unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Insbesondere für die erneuerbaren Energien muss nun endlich klar sein, dass Hemmnisse bei der Genehmigung und Realisierung der Projekte der Vergangenheit angehören müssen. Mittelfristig wird der massive Ausbau erneuerbarer Energien, eine diversere Lieferstruktur und der Hochlauf von Wasserstoff bedeutsam für die Versorgungssicherheit.“
„Mit der Abhängigkeit von Energieimporten aus Russland finanzieren wir Putins Krieg. Gleichzeitig droht die Energieversorgung zu kollabieren, wenn Russland den Gashahn zudreht", heißt es bei der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. DENEFF.
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der dazugehörige Aus- und Umbau der Netzinfrastruktur – auch bei Abwägungsprozessen – müsse absolute Priorität ha-
ben, fordert das BDEW-Papier, so wie auch die Reduzierung der CO2-Emissionen auf dem Zielpfad zur Klimaneutralität. Zwischenzeitlich sieht man jedoch auch den Ausbau zusätzlicher Infrastrukturen wie etwa LNG-Terminals oder Floating Storage and Regasification Units als Option. LNG-Terminals könnten perspektivisch auch einen Beitrag leisten, um die Importstruktur für grünen Wasserstoff aufzubauen.
Erneuerbare verringern Abhängigkeit von fossilen Energieimporten
Der Ukraine-Krieg wirft zudem ein neues Licht auf die anstehende erneute Novellierung der EEG-Novelle, deren Eckpunkte nun stehen. Laut Gesetzespaket soll der Stromsektor bis 2035 dekarbonisiert werden. "Wie Bundesfinanzminister Christian Lindner am Wochenende betonte, werden Erneuerbare Energien zu Freiheitsenergien", so Peter. "Diese Herausforderung nehmen wir gerne an und sind bereit für eine beschleunigte Energiewende, zu der alle ihren Beitrag leisten und die entsprechenden Bedingungen geschaffen werden müssen“, so Peter abschließend.














