SHK Innung Berlin

Azubi-Akquise in Ägypten

Anfang April reisten SHK-Innungs-Geschäftsführer Andreas Koch-Martin und Projektmitarbeiter Huzayfa Dabbas für die Innung nach Kairo, um geeignete Bewerber für die Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK in Berlin auszuwählen.

SHK-Innungs-Geschäftsführer Andreas Koch-Martin und der stellvertretende ägyptische Außenminister Nabil Habashi.. Bild: GIZ
SHK-Innungs-Geschäftsführer Andreas Koch-Martin und der stellvertretende ägyptische Außenminister Nabil Habashi.. Bild: GIZ

Fachkräftepartnerschaft mit Ägypten: Innung in Auswahlkommission in Kairo

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Ägypten, die mit dem Programm THAMM („Towards a Holistic Approach to Labour Migration Governance and Labour Mobility in North Africa“) die reguläre und qualifizierte Arbeitsmigration zwischen Nordafrika und Europa fördert. lud Anfang April zu einem Treffen, das die Fachkräftesicherung in Deutschland signifikant unterstützen kann.

In zwei Auswahlkommissionen, besetzt mit Vertreterinnen und Vertretern des ägyptischen Außenministeriums, der Bundesagentur für Arbeit, der GIZ und der Innung, wurden nach intensiven Assessment Centern mehrere hochmotivierte Kandidaten ausgewählt. Die jungen Männer im Alter zwischen 20 und 27 Jahren verfügen über eine solide technische Vorbildung durch den Besuch technischer Oberschulen sowie über praktische Erfahrungen – ein großes Potenzial für die SHK‑Branche.

Sprache, Fachausbildung, Vermittlung

Die ausgewählten Bewerber absolvieren nun einen weiteren intensiven Sprachkurs, bevor sie nach Berlin kommen. Anschließend übernimmt die Innung das Matching mit Ausbildungsbetrieben. Über das senatsgeförderte Projekt SHKkompass stehen zudem Coaches bereit, die die jungen Menschen beim Start in Deutschland und während der gesamten Ausbildung begleiten. Die Senatsverwaltung SenASGIVA hat darüber hinaus feste Azubiwohnplätze zugesagt – ein wichtiges Signal für das Gelingen der Rekrutierung.

Fachkräftesicherung für Deutschland

Für die Innung ist die Reise ein weiterer Schritt, neue Wege der Fachkräftesicherung zu gehen und das Thema gesteuerte, qualifizierte Migration aktiv mitzugestalten – ein gesamtwirtschaftlich bedeutsames Anliegen. Für die ägyptischen Partner steht die Förderung der „Regular Migration“ junger Menschen nach Deutschland im Mittelpunkt, ein Thema, das bereits bei unserem ersten Besuch in Kairo vor zwei Jahren intensiv diskutiert wurde.

Damals ging es vor allem darum, die jeweiligen Ausbildungssysteme, Bildungsketten und curricularen Inhalte kennenzulernen und Perspektiven für eine nachhaltige Zusammenarbeit in Bildung, Ausbildung und Weiterbildung zu entwickeln. Inzwischen hat sich eine große Zahl junger Ägypter für das Programm beworben.

Ein weiterer Höhepunkt des aktuellen Besuchs war die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur vertieften Zusammenarbeit im Bereich regulärer Migration in das duale Ausbildungssystem. Dass der stellvertretende ägyptische Außenminister Nabil Habashi persönlich anwesend war, unterstreicht die hohe politische Bedeutung dieser langfristig angelegten Partnerschaft.

 

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