Nassläuferpumpen neu definiert

Im Bereich mittlerer und größerer Nassläufer-Umwälzpumpen präsentiert Grundfos die neue Produktgeneration Magna3. Die Pumpe wurde im Vergleich zur Vorgänger-Generation erheblich weiterentwickelt.  Die neuen Modelle erreichen eine Energieeffizienz noch deutlich unter dem EuP-Benchmark von 0,20, sind mit neuem Bedienkonzept und vielen zusätzlichen Funktionen ausgestattet und erschließen mit einer erweiterten Modellpalette neue Einsatzbereiche.

Die MAGNA3 erreicht eine Energieeffizienz von 0,20 und ist mit vielen zusätzlichen Funktionen ausgestattet.
Werkbild: Grundfos
Die MAGNA3 erreicht eine Energieeffizienz von 0,20 und ist mit vielen zusätzlichen Funktionen ausgestattet. Werkbild: Grundfos

Bereits die Vorgänger-Generation erfüllt die am 1. Januar 2013 in Kraft tretende EuP-Richtlinie, die bei Umwälzpumpen einen Energie-Effizienz-Index (EEI) von maximal 0,27 vorschreibt. Die neuen Modelle bleiben nicht nur erheblich unter dieser Vorgabe, sondern unterschreiten als effizienteste Pumpen ihrer Klasse sogar noch deutlich die Schwelle von 0,20, die bei Umsetzung der EuP-Richtlinie als bester erreichbarer Wert galt.

Zur gesteigerten Energieeffizienz tragen u. a. eine weiterentwickelte Hydraulik und die Motorkonstruktion mit neuem Permanent­magnet-Rotor aus Neodymium und einem Spaltrohr aus Komposit-Werkstoff bei. Die Strömungswiderstände werden auch durch die neue kataphoretische Beschichtung reduziert, die das Gehäuse wirksam vor Korrosion schützt.

Wie das Vorgängermodell arbeitet auch die Magna3 mit der AutoAdapt-Technologie. In diesem Steuerungsmodus überprüft die Pumpe regelmäßig die Anlagenverhältnisse und passt die Proportionaldruck-Kennlinie selbsttätig an den optimalen Sollwert an. Neu ist die Funktion FlowLimit, mit der zusätzlich ein Maximalwert für den Förderstrom vorgegeben werden kann. Diese Funktion arbeitet im FlowAdapt-Modus in Kombination mit der AutoAdapt-Technologie, kann aber auch in anderen Modi wie Proportional- oder Konstantdruck-Regelung separat zugeschaltet werden. Je nach Anlagenverhältnissen spart die Begrenzung des Förderstroms zusätzlich Energie und macht zum Teil den Einsatz von Überströmventilen überflüssig.

Eine weitere neue Funktion ist die integrierte Wärmemengenerfassung. Die Magna3 verfügt über einen kombinierten Differenzdruck-/Temperatursensor und kann in Verbindung mit einem zusätzlichen, externen Temperatursensor im Rücklauf die abgegebene Wärmemenge mit einer Genauigkeit zwischen ± 1 % und ± 10 % erfassen. Diese Möglichkeit hilft unnötige Wärmeverluste im System zu überwachen und erspart in vielen Anwendungen eine zusätzliche Wärmemengenerfassung, etwa für die interne Kostenstellen-Zuordnung.

Durch die neu konstruierte Luftkühlung ist die Regelungseinheit der Magna3 jetzt von der Medientemperatur thermisch entkoppelt und die Elektronik vor Kondensation geschützt. Die Unabhängigkeit von Medien- und Umgebungstemperatur weitet die Einsatzmöglichkeiten der neuen Magna3 erheblich aus. Mit Medientemperaturen bis zu -10 °C eignet sich die neue Generation jetzt auch für Kälteanlagen und Wärmepumpen-Systeme.

Mit über 150 Ausführungen und einem deutlich erweiterten Leistungsbereich bis 18 m Förderhöhe und 70 m³/h Förderstrom deckt die neue Produktlinie ein sehr breites Anwendungsspektrum ab. Optionale CIM-Einsteckmodule für unterschiedliche Feldbus-Standards ermöglichen dabei die Einbindung in gebäudeleittechnische Systeme.

 

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