Klimafreundliche Heizungen sind Zukunftsmarkt für das Handwerk
Das Praxisprojekt „Handwerk als Gestalter der Wärmewende (c.HANGE)“ zeigt, wie Hauseigentümer, Handwerker und das Klima vom Umstieg auf erneuerbare Wärme profitieren. Für die steigende Nachfrage nach erneuerbaren Energien gibt es aber zu wenig Fachhandwerker.
Denn der Handwerksbetrieb vor Ort ist für die meisten privaten Eigentümer von Ein- und Mehrfamilienhäusern immer noch der erste Ansprechpartner, wenn die Heizung getauscht werden muss. Energieberater spielen nur eine untergeordnete Rolle. Das ist eines der Ergebnisse des Forschungsprojektes zum „Handwerk als Gestalter der Wärmewende (c.HANGE)“.
Umstieg lohnt sich: CO2-Steuern machen Heizöl 18 ct teurer
„2025 wird der Liter Heizöl rund 18 Cent teurer sein“, sagt Pehnt. In der Zusammenarbeit von sieben Heizungsbau-Betrieben, den Städten Schriesheim und Heidelberg und mehreren Forschungseinrichtungen in einem „Reallabor“ wurde deutlich, dass der Umstieg auf erneuerbare und klimaschonendere Heizungen ein wichtiges künftiges Geschäftsfeld für Handwerksbetriebe im Bereich Sanitär-Heizung-Klima (SHK) ist. 84 Prozent der SHK-Betriebe sehen in den Erneuerbaren ein mittleres oder großes wirtschaftliches Potenzial. Durch die im Klimapaket verabschiedeten Maßnahmen erwarten die Forscher eine deutlich anziehende Nachfrage nach neuen Heizungen mit erneuerbaren Energien.
Hauseigentümer beschäftigen sich meist mit einer neuen Heizanlage, wenn bei der alten Anlage technische Störungen auftreten oder die Energiekosten merklich zu hoch ausfallen. Um aktiv auf die Kunden zugehen zu können, wurden im Rahmen des Projektes daher ein spielerischer „Kesselcheck“ und ein Beratungsleitfaden erarbeitet, der die Erneuerbaren Energien einbezieht. Mit Erfolg: Im Anschluss an die Beratung entschieden sich die Hälfte der Teilnehmenden für einen neuen Kessel, einen Zusatzkessel oder eine Wärmedämmung.
Den vollständigen Bericht zum kostenlosen Download erhalten sie hier.














