Blauer Engel wird 40
05.11.2018
Seit 1978 gilt das Label als verlässliches Gütezeichen für eine klare Orientierung beim umweltfreundlichen Einkauf. Mittlerweile tragen mehr als 12.000 Produkte das Siegel. Sie reichen vom Staubsauger bis zum Smartphone. Demnächst soll es auch einen Blauen Engel für klimafreundliche Logistikdienste und Mehrwegbechersysteme geben. Außerdem erhalten zum ersten Mal auch zwei Textilprodukte das Umweltzeichen. „Immer mehr Menschen achten beim Einkauf auf Produkte, die langlebig und umweltfreundlich sind. Im heute alltäglichen Dschungel der Label, Siegel und Zeichen ist der Blaue Engel die Orientierung beim alltäglichen Dschungel der Label, Siegel und Zeichen ist der Blaue Engel die Orientierung beim nachhaltigen Einkauf. Ich appelliere an den Handel, verstärkt Produkte mit dem Blauen Engel ins Sortiment aufzunehmen und von den Herstellern nachzufragen“, betont Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Maria Kratzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA) bekräftigt: „Der Blaue Engel ist eine freiwillige Kennzeichnung. Unternehmen profitieren von der klaren Signalwirkung: Was hier drin steckt, ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Menschen. Gleichzeitig setzt der Blaue Engel Maßstäbe, indem er der Gesetzgebung vorausgeht und schneller und flexibler Kriterien für umwelt- und gesundheitsverträgliche Produkte festlegen kann.“
Verschiedene Kriterien für jede einzelne Produktgruppe
Produkte und Dienstleistungen, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet werden, belasten die Umwelt nachweislich weniger. Ein Beispiel: Smartphones, die das Umweltsiegel tragen, müssen immer über austauschbare Akkus verfügen und besonders strahlungsarm sein. Reinigungs- oder Waschmittel, die das Siegel erhalten, dürfen kein Mikroplastik enthalten. Textilprodukte müssen nicht nur umweltfreundlich, sondern auch unter fairen Arbeitsbedingungen erzeugt worden werden. Damit reagiert der Blaue Engel auch auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen. Ist das Umweltsiegel im Kern doch ein Umweltzeichen, so ergänzen zunehmend auch soziale Aspekte die Anforderungen. Dazu zählen im Textilbereich zum Beispiel das Verbot von Zwangsarbeit, die Einhaltung des Mindestalters in den Kleidungsfabriken sowie ein pestizidverbot im Baumwollanabau. Die strengen Vergabekriterien werden vom Umweltbundesamt auf Basis wissenschaftlicher Untersuchungen erarbeitet. Mit nur sechs Produktgruppen startete das Umweltlabel 1978. Heute sind es 113 und es werden stetig Neue aufgenommen. Für jede Einzelne werden spezielle Anforderungen entwickelt. Bei Druckern müssen beispielsweise mehr als 100 Anforderungen erfüllt werden, um zertifiziert zu werden.Die Vergabekriterien im Überblick
- Ressourcenschonende Herstellung (u.a. Wasser, Energie, Recycling-Material)
- Nachhaltige Rohstoffproduktion
- Vermeidung von Schadstoffen im Produkt
- Verringerte Schadstoffemission in Boden, Luft, Wasser und Innenraum
- Reduktion von elektromagnetischer Strahlung und Lärm
- Langlebigkeit, Reparatur- und Recyclingfähigkeit
- Gute Gebrauchstauglichkeit
- Einhaltung internationaler Arbeitsschutzstandards
- Rücknahmesysteme und Dienstleistungen mit gemeinschaftlicher Nutzung
- Effiziente Nutzung, z. B . durch energie- oder wassersparende Produkte














