THW Koblenz reduziert Energieverbrauch um 70 Prozent
Deutliche Reduktion von Energieverbrauch und Emissionen
Das THW Koblenz verfolgte mit dem Umbau mehrere Ziele. Die Energiekosten des Bürogebäudes aus den 1960er Jahren sollten gesenkt, der CO₂-Ausstoß reduziert und regenerative Energien eingebunden werden. Gleichzeitig galt es, den Komfort für die Mitarbeiter zu verbessern.
Die rund 925 m² große Nutzfläche des Gebäudes wurde innerhalb von drei Wochen umgerüstet. Die vorhandenen Heizkörper wurden entfernt und durch mehr als 400 m Sokotherm®-Sockelleistenheizung ersetzt. Die bestehende Gasheizung wurde durch eine Luft/Wasser-Wärmepumpe ersetzt. Im Ergebnis sank der Energieverbrauch von rund 130.000 kWh/a (Gas) auf weniger als 40.000 kWh/a (Strom). Die CO₂-Emissionen reduzierten sich um mehr als 10 t jährlich. Zugleich erhöhte die Umstellung auf eine Sockelleistenheizung den Komfort der Nutzer des Gebäudes.

Die geplante Integration einer Photovoltaikanlage wird die Umweltbilanz künftig zusätzlich verbessern und einen Teil des Strombedarfs der Wärmepumpe direkt decken.
Umrüstung ohne Nutzungsunterbrechung
Das Projekt in Koblenz verdeutlicht, welches energetische Potenzial in der Kombination einer Wärmepumpe mit der Sockelleistenheizung Sokotherm® liegt und dient zugleich als Blaupause für die Integration von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden.
Die Arbeiten erfolgten während des regulären Betriebs. Größere Eingriffe in die Gebäudesubstanz sind bei der Installation von Sokotherm nicht erforderlich, so dass die Büroräume weitgehend uneingeschränkt weitergenutzt werden konnten. Herkömmliche Maßnahmen, etwa die Installation einer Fußbodenheizung, hätten erhebliche Eingriffe in die Bausubstanz erfordert. Die Sockelleistenheizung hingegen wird an den bestehenden Wänden montiert.
Wärmeverteilung als unterschätzter Hebel
Geht es um Energieeinsparpotenziale, dreht sich die öffentliche Debatte häufig um die Wärmeerzeugung. Weniger diskutiert wird die Verteilung der erzeugten Wärme im Gebäude. Dabei kann sie maßgeblich darüber entscheiden, wie effizient ein Heizsystem arbeitet.
Fraunhofer-Untersuchung belegt hohe Effizienz
Die Wirkungsweise des Systems wurde u. a. vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP untersucht. Dabei zeigte sich eine außergewöhnlich gleichmäßige Temperaturverteilung. Die Unterschiede über die Raumhöhe und -breite lagen bei weniger als 0,1 K/m.
Während mit konventionellen Heizkörpern häufig eine Überwärmung von Teilbereichen zu beobachten ist, entstand mit der Sockelleistenheizung ein nahezu homogenes Temperaturfeld (IBP-Bericht HTB-012/2022).
Zudem zeigten sich signifikante Energieeinsparungen gegenüber einem klassischen Heizkörper – je nach Außentemperatur von bis zu 20 %. Bei einer Außentemperatur von 5 °C betrug die Einsparung rund 20 %, bei −5 °C 18,7 % und bei −10 °C 11,3 %.
Die Sokotherm®-Sockelleistenheizung kombiniert Eigenschaften klassischer Flächenheizungen mit den Vorteilen schneller reagierender punktueller Heizsysteme. Die Heizleisten bestehen aus einem stranggepressten Aluminiumprofil und werden entlang der Wände installiert. Ein Teil der Wärme wird unmittelbar an den Raum abgegeben, während ein integrierter Luftleitspoiler den Großteil der erwärmten Luft gezielt entlang der Wand führt.

Dadurch steigen die Oberflächentemperaturen der Wände. Die aufgewärmten Wände geben als zusätzliche Flächen Strahlungswärme an den Raum zurück. So nutzt Sokotherm® gezielt die thermische Masse des Gebäudes, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu garantieren.
Strahlungswärme: Mehr Komfort, weniger Verbrauch
Mit dem höheren Anteil an Strahlungswärme, der von den erwärmten Wänden ausgeht, steigt zudem das Behaglichkeitsgefühl. Für das thermische Wohlbefinden ist nicht allein die Lufttemperatur entscheidend, sondern die sogenannte operative Temperatur, die sowohl Luft- als auch Oberflächentemperaturen berücksichtigt. Durch die erwärmten Wandflächen kann die gleiche Behaglichkeit bereits bei niedrigeren Lufttemperaturen erreicht werden. Dieser Effekt reduziert den Energiebedarf zusätzlich.

Gerade im Gebäudebestand ist die Kombination aus Wärmepumpe und Sockelleistenheizung interessant. Da die Heizleisten die wirksame Heizfläche deutlich vergrößern, können die erforderlichen Vorlauftemperaturen reduziert werden. Damit verbessert sich die Effizienz von Wärmepumpen erheblich.
Da keine Eingriffe in Böden oder Wände erforderlich sind, lassen sich die Heizleisten schnell und sauber montieren. Die Installation ist selbst im bewohnten oder laufend genutzten Zustand möglich. Für Eigentümer bedeutet dies kürzere Bauzeiten, geringere Beeinträchtigungen und niedrigere Nebenkosten während der Sanierung. Da die Sockelleistenheizung ohne Eingriffe in die Bausubstanz installiert werden kann, eignet es sich auch für die schonende Sanierung denkmalgeschützter Objekte.
Durch das Wirkprinzip trägt Sokotherm® zum Erhalt der Bausubstanz bei: Die Erwärmung der Wandoberflächen reduziert das Risiko von Kondensatbildung und Schimmelbefall. Gleichzeitig trocknen feuchte Wandbereiche schneller aus.
Hinzu kommt der gestalterische Aspekt. Die schlanken Heizleisten ersetzen klassische Heizkörper und schaffen zusätzliche Nutzflächen. Das moderne Design fügt sich harmonisch in jede Architektur ein.
Praxisbeispiel als Blaupause für die energetische Sanierung im Bestand
Das Projekt beim THW Koblenz zeigt exemplarisch, wie die Wärmewende im Gebäudebestand gelingen kann. Innerhalb von drei Wochen wurde ein Verwaltungsgebäude aus den 1960er Jahren auf ein zukunftsfähiges Heizkonzept umgestellt. Die Kombination aus Wärmepumpe und Sockelleistenheizung führte zu einer deutlichen Senkung des Energieverbrauchs mit entsprechender CO₂-Reduktion und einer Verbesserung des thermischen Komforts.
Für Planer, Gebäudebetreiber und Eigentümer eröffnet sich damit eine interessante Option, um Bestandsgebäude wirtschaftlich und mit geringem baulichem Aufwand zukunftssicher zu sanieren.
Eine Information der Sokotherm GmbH, Bremberg
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