Bedarfsgerechter und energieeffizient

Neuer Ansatz, anders rechnen, realitätsnah auslegen

Die Kontrollierte Wohnungslüftung (KWL) steht vor einem entscheidenden technologischen Entwicklungsschritt. Mit dem System „RAV-Control“ ist ohne Festlegung von Zu- und Ablufträumen erstmals ein bedarfsgerechter Luftaustausch in allen Räumen einer Nutzungseinheit möglich. Zugleich sorgt das System für deutlich mehr Energieeffizienz.

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Für Prof. Dr.-Ing. Thomas Hartmann (li.) ist die aktuell laufende Diskussion zu KWL-Anlagen problematisch. Er verweist unter anderem auf mögliche Feuchteschäden, wenn anstelle von KWL-Anlagen wieder die manuelle Fensterlüftung bevorzugt werden sollte. Bild: Systemair
Für Prof. Dr.-Ing. Thomas Hartmann (li.) ist die aktuell laufende Diskussion zu KWL-Anlagen problematisch. Er verweist unter anderem auf mögliche Feuchteschäden, wenn anstelle von KWL-Anlagen wieder die manuelle Fensterlüftung bevorzugt werden sollte. Bild: Systemair

Laut EU-Kommission verursacht der Sektor Bauen und Wohnen 36 % der klimaschädlichen CO₂-Emissionen, der größte Teil entfällt auf Raumwärme. Um den Energieverbrauch und die Emissionen zu senken, werden Häuser gedämmt, etwa nach KfW Effizienzhaus-Standard 40 Plus. Zugleich braucht es ein Mindestmaß an Frischluftaustausch, gemäß DIN 1946-6 pro Person in Wohngebäuden 20 bis 30 m³/h. Das entspricht einer Luftwechselrate, die bei typischen Wohnbedingungen bei mindestens 0,4 liegt. In gut gedämmten und hochdichten Gebäuden ist dies über natürliche Infiltration durch Gebäudeleckagen nicht erreichbar.

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Klaus Lang

Klaus Lang

· Artikel im Heft ·

Neuer Ansatz, anders rechnen, realitätsnah auslegen
Seite 40 bis 42
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