Smarte Sanitärtechnik für Kitas
Betreiber von Trinkwasserinstallationen in öffentlichen Gebäuden sind per Trinkwasserverordnung verpflichtet, dafür zu sorgen, dass im Trinkwasser keine Krankheitserreger „in Konzentrationen enthalten sind, die eine Schädigung der menschlichen Gesundheit besorgen lassen“ (§ 6 TrinkwV). In Kitas muss zudem mindestens einmal jährlich eine Trinkwasseruntersuchung auf Legionellen durchgeführt werden (§ 31 Abs. 2 TrinkwV). Denn gerade für Kleinkinder und andere Personen mit schwachem Immunsystem können Legionellen zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko werden und zu schweren Lungenentzündungen führen. Die wirksamste Maßnahme zum Schutz vor einer übermäßigen Legionellenkonzentration ist ein vollständiger Wasserwechsel über alle Entnahmestellen, der mindestens alle 72 h durchgeführt wird (VDI-Richtlinie 6023 Blatt 1). Wird der Wasseraustausch nicht durch die normale Nutzung erreicht oder steht das Gebäude während der Ferien für längere Zeit still, muss der bestimmungsgemäße Betrieb simuliert werden, um den Erhalt der Trinkwassergüte zu gewährleisten. Wertvolle Unterstützung bietet hierbei das Wassermanagement-System SWS von Schell. Damit können Stagnationsspülungen zeitgesteuert in festen Intervallen oder nutzungsabhängig ausgelöst werden – und das weitaus wirtschaftlicher, wassersparender und mit weniger Personal- und Zeitaufwand als beim manuellen Spülen.

Effektiver Legionellenschutz mit Wassermanagement-System SWS
Möchten Betreiber bei der Trinkwasserhygiene auf der sicheren Seite sein und langfristig einen effizienten sowie kostensparenden Gebäudebetrieb erzielen, ergibt ein Wassermanagement-System auch bei einer überschaubaren Anzahl elektronischer Armaturen, wie in den Kitas Spitzholz und Gottlieb-Daimler, Sinn. Die elektronischen Schell Waschtisch-Armaturen Puris E und Celis E in den WC-Bereichen sowie die hybriden Küchenarmaturen Grandis E in den Mitarbeiterküchen wurden via SWS Server zu Spülgruppen vernetzt, die zeitgleich angesteuert werden können. Durch die Gleichzeitigkeit der Spülungen können hohe Volumenströme und Turbulenzen im Wasser erreicht werden, die potenzielle Ablagerungen in den Rohrleitungen verhindern und mikrobiologische Probleme erst gar nicht entstehen lassen. Auch in den Kita-Ferien oder während Feiertagen werden der Erhalt der Trinkwassergüte und damit der Gesundheitsschutz der Kleinkinder bestmöglich unterstützt. Modular konzipiert kann das Wassermanagement-System SWS unkompliziert um weitere elektronische Armaturen ergänzt werden und stellt damit eine ebenso zukunftsfähige wie nachhaltige Lösung für öffentliche und gewerbliche Gebäude dar.

Alles überall im Blick: Gebäudeübergreifender Fernzugriff per SMART.SWS
Für ein zeitsparendes und ökonomisches Wassermanagement werden ortsunabhängige Fernzugriffe zunehmend wichtiger. Ist ein Facility Manager für mehrere Liegenschaften zuständig, wie auch im Fall der Kitas in Sindelfingen, bedeutet die Möglichkeit, SWS Anlagen aus der Ferne jederzeit im Blick zu haben und steuern zu können, einen enormen Vorteil. Diese Anforderung wird mit der browserbasierten Cloud-Lösung SMART.SWS erfüllt. Via SMART.SWS kann der Facility Manager jederzeit alle Anlagenparameter, wie z. B. automatische Stagnationsspülungen, von unterwegs oder aus dem Home Office überwachen und bei Bedarf anpassen. Diese immense Arbeitserleichterung macht finanzielle, personelle und zeitliche Ressourcen für andere Aufgaben frei.

Der smarte Online-Service visualisiert übersichtlich Stagnationsspülungen mit Startzeit und Dauer, Temperaturverläufe, Batteriestatus der vernetzten Armaturen und bietet eine Ansicht der fünf am häufigsten bzw. am seltensten genutzten Entnahmestellen. So können Nutzer von jedem internetfähigen Endgerät aus alle wichtigen Betriebsparameter gebäudeübergreifend und in Sekundenschnelle checken und bei Bedarf Maßnahmen vor Ort ergreifen. Zudem können Wartungseinsätze, z. B. Batteriewechsel, mit SMART.SWS vorausschauender und effizienter geplant und durchgeführt werden. Sämtliche Daten werden darüber hinaus lückenlos dokumentiert und übersichtlich aufbereitet. So lässt sich jederzeit nachweisen, dass nötige Maßnahmen zum Erhalt der Trinkwassergüte getroffen wurden.
Elektronische Armaturen senken das Infektionsrisiko in Kitas
Ein weiterer wichtiger Baustein der Hygiene- und Gesundheitsschutzmaßnahmen in Kindertagesstätten ist die Handhygiene. Laut WHO werden rund 80 % aller Krankheitserreger über die Hände übertragen. Für Kleinkinder, die ihre Umgebung gerne mit den Händen erkunden und beim Spielen und Toben in engem Körperkontakt sind, ergibt sich daher ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Hier schaffen elektronische Armaturen, bei denen sich der Wasserfluss berührungslos auslösen lässt, Abhilfe: Potenzielle Krankheitsübertragungen durch Schmierinfektionen werden effektiv minimiert, da Kinder und Erzieher die Armatur nach der Nutzung zum Abschalten nicht mehr mit gereinigten Händen berühren müssen. Für diese clevere und hygienische Lösung entschieden sich auch die Verantwortlichen bei der Sanierung der Kitas in Sindelfingen. In der Kita Spitzholz kamen die Schell Waschtisch-Armaturen Puris E und Celis E, in der Kita Gottlieb-Daimler ausschließlich Celis E zum Einsatz. Die gewünschte Wassertemperatur lässt sich einfach am seitlichen Regler einstellen. Celis E wurde speziell für kleine und mittlere Waschbecken entwickelt und eignet sich damit hervorragend für Kinderwaschtische.

Beide Modelle verfügen über einen intelligenten Infrarot-Sensor, der die Nutzung nicht nur besonders komfortabel macht, sondern zusätzlich zu einem reduzierten Wasserverbrauch beiträgt. Wasser fließt nur dann, wenn es tatsächlich gebraucht wird. Sobald sich die Hände außerhalb des Erfassungsbereichs des Sensors befinden, stoppt der Wasserfluss automatisch. So besteht keine Gefahr, dass die Kinder das Wasser mal versehentlich laufen lassen.
Im Vergleich zu regulären Einhebelmischern sparen die elektronischen Schell Waschtisch-Armaturen bis zu 70 % Wasser. Darüber hinaus sinken die Energiekosten zur Erwärmung des Warmwassers.
In den Mitarbeiterküchen beider Kitas wurden zudem die hybriden Küchenarmaturen Grandis E installiert. Der Wasserfluss lässt sich wie gewohnt manuell oder bei Bedarf – z. B. beim Händewaschen oder Zubereiten von Mahlzeiten– berührungslos und besonders hygienisch auslösen. Damit unterstützt die Schell Sanitärtechnik auch die Nutzerhygiene in der Küche optimal. Individuelle Armaturenparameter wie die Sensorreichweite und Nachlaufzeit lassen sich bei allen verbauten Schell Armaturen zentral via SWS bzw. SMART.SWS programmieren.

Vorsicht, heiß: Sensible Kinderhaut vor Verbrühung schützen
Nicht nur Viren und Bakterien können die Gesundheit von Kleinkindern gefährden. Ein weiteres Risiko besteht in der Verletzungsgefahr durch Verbrühungen mit heißem Wasser – eine der häufigsten Unfallursachen im Kindesalter. Kleine Kinder haben in aller Regel noch kein Bewusstsein für die damit verbundenen Verletzungsrisiken, zudem ist ihr Reaktionsvermögen im Vergleich zu Erwachsenen eingeschränkter und ihre Haut sensibler. Um die Kinder der Kitas Spitzholz und Gottlieb-Daimler bei der Nutzung der elektronischen Schell Waschtisch-Armaturen bestmöglich vor Verbrühungen zu schützen, kamen zusätzlich Schell Eckventil-Thermostat Sets zum Einsatz.

Die integrierte ThermoProtect-Technologie bietet auch bei Ausfall der Kaltwasserleitung zuverlässigen Schutz vor Verbrühungen und ermöglicht so auch den Kleinsten eine sichere Nutzung. In der Kita Gottlieb-Daimler wurde außerdem ein Probenahme-Eckventil installiert. Dies ermöglicht eine Entnahme von Trinkwasserproben nach DIN ISO19458. So können die Betreiber ihrer Pflicht zur regelmäßigen mikrobiologischen Untersuchung auf Legionellen nachkommen.

Gesundheitsschutz hoch 3
Die intelligente Schell Sanitärtechnik optimiert denGesundheitsschutz in den Kitas Sindelfingen gleich dreifach: Erstens unterstützt das Wassermanagement-System SWS den Erhalt der Trinkwassergüte und senkt das Legionellenrisiko. Dank SMART.SWS wird der Arbeitsalltag von Facility Managern erheblich erleichtert. Zweitens wird die Gefahr von Krankheitsübertragungen über die Hände durch die berührungsfreien Armaturen maßgeblich minimiert und damit die Nutzerhygiene verbessert. Drittens bieten die Eckventil-Thermostate zuverlässigen, gradgenauen Verbrühungsschutz.
Eine Information der Schell GmbH & Co. KG, Olpe
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