Flachdach- und Balkonentwässerung

Umbau im Kurpark-Quartier Bad Gandersheim

Das neue Kurpark-Quartier in Bad Gandersheim, ehemals Hotel Bartels, ist nach dem Umbau der Zentralbau am Kurpark – und lag 2023 direkt am Gelände der Landesgartenschau. Neben Hotel und Boardinghouse wird dem Ensemble ein Trakt mit Wohnungen hinzugefügt, der der Kleinstadt im Südharz so neuen, attraktiven Mietraum bietet. Das gesamte Projekt ist hochwertig geplant und ausgeführt. Zur anspruchsvollen Architektur passt eine technisch erstklassige Flachdach- und Balkonentwässerung, die auch ästhetisch überzeugt.

1105
Wieder schön: Das sanierte und umgenutzte Kurpark-Quartier in Bad Gandersheim bietet Hotel, Boardinghouse und Wohnungen unter einem Dach. Bild: Loro
Wieder schön: Das sanierte und umgenutzte Kurpark-Quartier in Bad Gandersheim bietet Hotel, Boardinghouse und Wohnungen unter einem Dach. Bild: Loro

Der Kurbetrieb gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der eher kleinen Kommune Bad Gandersheim. Die Stadt im Südharz muss, wie viele Kleinstädte, gegen die größeren Zentren bestehen und darum kämpfen, als Standort attraktiv zu bleiben. Einen wichtigen Schritt dazu haben nun lokale Investoren umgesetzt: Direkt am Kurpark liegt das ehemalige Hotel Bartels, das auch schon als Flüchtlingswohnheim diente. Nach der umfassenden Sanierung ist es heute ein modernes Hotel, Boardinghouse und Wohngebäude. Mit der Fertigstellung 2023 fiel die Eröffnung in die Zeit der Landesgartenschau, die erwies sich als eine win-win-Situation für Investoren und Stadt. Das Hotel bietet insbesondere Touristinnen und Touristen optimal gelegene Übernachtungsoptionen. Das Boardinghouse mit Appartements, deren Mieterinnen und Mieter das Hotel zum Beispiel für das Frühstück nutzen können, ist für mittelfristige Aufenthalte gedacht. Die Wohnungen erweitern das lokale Angebot um hochwertigen Mietraum.

 

Bautafel:

Umbau Kurpark Quartier (Hotel Bartels)

Bauherr: Appel & Leicht, Bad Gandersheim

Architekt: Michael Schleder Architekten, Bad Gandersheim

Dachentwässerung: Kaskadenentwässerung Loro-X Duostream, Haupt-Not-Kombi und weitere Systeme, Loro, Bad Gandersheim

Verarbeiter: Koch-Bau GmbH, Zimmer- und Dachdeckermeister Christopher Lüder, Einbeck-Rittierode

 

Technisch und ästhetisch anspruchsvoll: Der Weg des Wassers

Mit dem umfangreichen Umbau erhielt das gesamte Ensemble ein modernes Aussehen und Technik auf dem neuesten Stand. Das schließt die Entwässerung von Flachdächern und Balkonen ein.

Die Fallleitungen entwässern die Balkone über einen Strang. Bild: Loro

Hier halfen die Spezialisten von Loro, ebenfalls in Bad Gandersheim beheimatet, schon bei der Planung: Um die optimalen Abflusspunkte unter Berücksichtigung der ortsüblichen Regenspende zu berechnen, unterstützte das Serviceteam die Architekten mit einer normgerechten Auslegung nach DIN 1986-100 für die Haupt- und die Notentwässerung. Dabei wurden Abflussbeiwert, Höhen, Längen und Flächen berücksichtigt und die genaue Position und Dimension von Abläufen und Fallleitungen festgelegt.

Haupt- und Notentwässerung auf dem Flachdach sind nach einem optimierten Verlege-Plan angeordnet. Mit den orangefarbenen Kappen sind die Notabläufe zudem gut zu erkennen. Ein Anstauwehr stellt sicher, dass die Notentwässerung nur bei entsprechend hoher Wasserbelastung beansprucht wird. Bild: Loro

Das Ergebnis ist eine ebenso elegante wie wirtschaftliche Lösung: In der „Haupt-Not-Kombi“ sind beide Entwässerungswege in einem Bauteil vereint. Das spart Durchbrüche an der Attika – und Bauzeit – bei hoher Sicherheit für die Entwässerung. Mit dem Rohr-in-Rohr-Konzept bleibt der Weg des Wassers auch von den Dachterrassen ästhetisch. Das Loro-System Duostream für die kaskadierende Entwässerung ist so ausgelegt, dass auch über abgestufte Etagen nur je eine Leitung für die Haupt- und die Notentwässerung erforderlich ist. Da die horizontalen Leitungen in der Dämmebene liegen, ist auch bei winterlichen Temperaturen ein sicherer Abfluss gewährleistet.

Mit den Loro-Rainstar-Abläufen lässt sich die Entwässerung in die Dämmebene legen. Bild: Loro

Optisch bestechen die hochwertigen Fallrohre aus Stahl: Sie gliedern den Baukörper und tragen zur anspruchsvollen Architektur des Gebäudes bei. Die Balkone lassen sich elegant an die Fallleitung anschließen.

Sicherheit inklusive: Der Hochleistungs-Sicherheits-Überlauf Loro HSÜ sorgt dafür, dass bei extremem Regen oder verstopften Abwasserkanälen kein Rückfluss nach oben erfolgt, sondern das Wasser auf die freie Fläche fließt. Bild: Loro

Um selbst bei extremen Niederschlägen auf der sicheren Seite zu sein, sind die Fallrohre zudem mit dem Hochsicherheits-Überlauf Loro-X HSÜ ausgestattet. Er verhindert den Rückstau in das Abflussrohr, wenn die Kanalisation kein Wasser mehr aufnehmen kann. Dann entwässert das System auf die Fläche.

Eine Information der Lorowerk K. H. Vahlbrauk GmbH & Co. KG, Bad Gandersheim

AnhangGröße
Beitrag als PDF herunterladen269.59 KB

· Artikel im Heft ·

Umbau im Kurpark-Quartier Bad Gandersheim
Seite 128 bis 129
16.10.2025
Gebäudeentwässerung
Mit Ausgabedatum 2025-06 wurde am 2. Mai 2025 der Entwurf der novellierten DIN 1986-100 „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke – Teil 100: Bestimmungen in Verbindung mit DIN EN 752 und DIN...
12.08.2025
Energie- und Wasserwende
Die beste Gelegenheit, kostengünstig ein zweites Leitungsnetz zu installieren, bieten Neubau und energetische Sanierung. Damit lässt sich Regenwasser nutzen und bereits gebrauchtes Grauwasser recyceln...
15.08.2025
Heidelberger Stadtquartier „Elf Freunde“
In der Heidelberger Bahnstadt, der derzeit weltweit größten Passivhaussiedlung, entstand mit „Elf Freunde“ ein neues, gemischt genutztes Quartier mit Neubauten, die gemäß Passivhausstandard ohne...
10.11.2025
Klinikum Garmisch-Partenkirchen
Inmitten der alpenländischen Region von Oberbayern liegt das Klinikum Garmisch-Partenkirchen, Akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). In der neu gestalteten...
15.10.2025
Vorsätzlich nachhaltig
Ein denkmalgeschütztes Industriegebäude in Wangen/Allgäu wird von einem privaten Investor erworben und trotz Auflagen des Denkmalschutzes sowie Lieferengpässen in der Pandemie zu einem Vorzeigeprojekt...
18.02.2026
Light + Building 2026
Auf der Light + Building 2026 vom 8. bis 13. März in Frankfurt am Main präsentieren Unternehmen, Planende und Kreative die Zukunft von Licht und Gebäudetechnik.