Korrosionsschäden durch Sauerstoff im Heizungswasser

Wesentliche Teile von Warmwasserheizanlagen bestehen in der Regel aus niedrig oder unlegierten Eisenwerkstoffen. Die Korrosionsbeständigkeit des so genannten Schwarzstahls beruht dabei weniger auf einer Werkstoffeigenschaft als vielmehr auf der Abwesenheit von Sauerstoff oder anderen Oxidationsmitteln im Heizungswasser. Diese ist jedoch nicht immer gesichert.

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1 – Erklärungsmodell für das Korrosionsgeschehen am Schwarzstahl (rechts) bei Anwesenheit von Sauerstoff im Heizsystem. Mit Anode und Kathode sind die unterschiedlichen Oberflächenbezirke am gleichen Stahlkörper bezeichnet, an denen die Metallauflösung bzw. die Sauerstoffreduktion ablaufen. Das diffusionsoffene System einer älteren Flächenheizung verursachte innerhalb von zwei Jahren den Wanddurchbruch an einem Wärmeerzeuger. Bild: perma-trade
1 – Erklärungsmodell für das Korrosionsgeschehen am Schwarzstahl (rechts) bei Anwesenheit von Sauerstoff im Heizsystem. Mit Anode und Kathode sind die unterschiedlichen Oberflächenbezirke am gleichen Stahlkörper bezeichnet, an denen die Metallauflösung bzw. die Sauerstoffreduktion ablaufen. Das diffusionsoffene System einer älteren Flächenheizung verursachte innerhalb von zwei Jahren den Wanddurchbruch an einem Wärmeerzeuger. Bild: perma-trade

Stand der Technik

Die in Deutschland bekannteste technische Regel zur Beurteilung der Korrosionsgefährdung von Heizanlagen ist die VDI 2035-2. Eine aktualisierte Version liegt im Entwurf vor. Daneben muss die DIN EN 14868 als Leitfaden für die Ermittlung der Korrosionswahrscheinlichkeit in geschlossenen Wasserzirkulationssystemen < 110 °C beachtet werden. Die VDI 2035 geht explizit von korrosionstechnisch geschlossenen Systemen aus, in denen es also keinen signifikanten Sauerstoffeintrag gibt, während die Europäische Norm auch Anlagen mit Sauerstoffzutritt in die Betrachtung einbezieht.

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Dr. Dietmar Ende

Dr. Dietmar Ende

· Artikel im Heft ·

Korrosionsschäden durch Sauerstoff im Heizungswasser
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