BDH

Berichterstattung über Wärmepumpen: Deutsche Heizungsindustrie setzt auf natürliche Kältemittel

Der BDH äußert sich zur Berichterstattung der tagesschau.de vom 23. Februar, zum Verbot von PFAS-Chemikalien in Wärmepumpen und der unbewiesenen Behauptung, man würde ein Verbot von F-Gasen behindern.

Die neue Wärmepumpe „ZEWO Lambda EU15L“ in Monoblock-Ausführung nutzt das natürliche Kältemittel Propan (R290). Bild: Zewotherm
Die neue Wärmepumpe „ZEWO Lambda EU15L“ in Monoblock-Ausführung nutzt das natürliche Kältemittel Propan (R290). Bild: Zewotherm

Bezugnehmend auf eine Recherche von NDR, WDR und “Süddeutscher Zeitung“ (SZ) berichtet tagesschau.de am 23. Februar über das Verbot von PFAS-Chemikalien in Wärmepumpen. In dem Artikel wird unter anderem verbreitet, die Hersteller von Wärmepumpen sowie deren Verbände versuchten, ein Verbot von F-Gasen zu verhindern. Dazu stellt der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) fest:

Deutschland und weitere EU-Mitgliedsstaaten haben ein weitreichendes Verbot von PFAS-Chemikalien vorgeschlagen. Davon betroffen sind auch synthetische Kältemittel in Heizungs-Wärmepumpen. Die deutsche Heizungsindustrie unterstützt die Ziele des Umwelt- und Klimaschutzes und erweitert unter Hochdruck das Angebot von Wärmepumpen, die mit innovativen natürlichen und umweltfreundlichen Kältemitteln betrieben werden. Dazu investieren die Unternehmen in Milliardenhöhe in neue Modelle und den Ausbau von Produktionskapazitäten.

Um Rechtssicherheit hierfür zu schaffen, sind klare Regeln für Kältemittel im EU-Binnenmarkt dringend erforderlich. Ein realistischer politischer Fahrplan sollte die Hersteller unterstützen, natürliche Kältemittel für alle relevanten “Massenmarkt”-Anwendungen auf den Markt zu bringen – ohne Rückgriff auf umweltschädliche Kältemittel, einschließlich PFAS. Die Bundesregierung fördert schon jetzt Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln durch einen Zusatzbonus. Ab 2028 sollen grundsätzlich nur noch Geräte mit natürlichen Kältemitteln förderfähig sein. Dazu Markus Staudt, Hauptgeschäftsführer des BDH:

“Wir befürworten ausdrücklich den  Einsatz von umwelt- und  klimafreundlichen, natürlichen Kältemitteln in Heizungs-Wärmepumpen. Die grüne, wirklich nachhaltige Wärmepumpe ist eine Chance für die heimische Wertschöpfung und die Energiewende. Klare - aber machbare - Regeln schützen die Umwelt und schaffen Investitionssicherheit für einen erfolgreichen Wärmepumpenhochlauf”.

Die im BDH organisierten Hersteller von Wärmepumpen haben bereits im November 2022 ihre Position zur F-Gas Verordnung im Hinblick auf wassergeführte Wärmepumpen in einem entsprechenden Papier dargelegt.

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