Studie

Heizkostenvergleich Alt- und Neubau 2021

Eine neue Analyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) Analyse zeigt, wie sich Förderung und CO2-Bepreisung auf neue Heizungssysteme auswirken.

stock.adobe.com/By Onidji
stock.adobe.com/By Onidji

Welche Heizung eignet sich am besten für einen Neubau? Wie viel Heizkosten spart ein Heizungstausch? Und wie wirkt sich das auf die Klimabilanz des Gebäudes aus? Diese und andere Fragen beantwortet der „BDEW-Heizkostenvergleich Alt- und Neubau 2021“.

Er bietet Bauherren, Planern und Energieberatern anhand von Beispielrechnungen einen Kostenüberblick über gängige Systeme für die Beheizung und Trinkwassererwärmung bei der Heizungssanierung oder für neu zu errichtende Ein- und Mehrfamilienhäuser. Verglichen werden nicht nur die jährlichen Energiekosten, sondern auch die Anschaffungs- und Wartungskosten. Der Vergleich zeigt zudem, dass die leitungsgebundenen Energieträger – Erdgas, Strom und Fernwärme – auch unter den Anforderungen des neuen Gebäudeenergiegesetzes, der CO2-Bepreisung und der Bundesförderung effizienter Gebäude wirtschaftlich attraktive Lösungen in der Gebäudebeheizung bieten. Das Gutachten wurde im Auftrag des BDEW vom ITG – Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden Forschung und Anwendung – erarbeitet.

„Zwar konnten seit 1990 schon über 40 Prozent CO2 im Gebäudesektor eingespart werden. Dennoch liegen hier noch gewaltige Einsparpotenziale verborgen: Fast 20 Prozent aller CO2-Emissionen in Deutschland entstehen durch das Heizen von Gebäuden, jede vierte Heizung in Deutschland ist 25 Jahre alt und älter und arbeitet damit nicht mehr effizient. Diese Potenziale müssen dringend geborgen werden – je schneller, desto besser. Die Energiewirtschaft arbeitet daher intensiv an der Dekarbonisierung der verschiedenen Wärmeenergieträger. Eine moderne Gasheizung kann heute schon mit Biogas und perspektivisch ohne größeren Umbau auch mit Wasserstoff betrieben werden. Für den effektiven Einsatz von Wärmepumpen sind Gebäudesanierungen zentral, da diese vor allem für Häuser mit hoher Gebäudeeffizienz geeignet sind“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

„Der Heizkostenvergleich zeigt, dass Heizsysteme, die Erneuerbare Energien einbinden, nicht nur gut für Klima, sondern auch wirtschaftlich sind. Durch die verschiedenen Förderprogramme ist der Einbau klimafreundlicher Heizsysteme sowohl im Neu- als auch im Altbau für den Kunden attraktiv.“


Den „BDEW-Heizkostenvergleich Alt- und Neubau 2021“ finden Sie hier.

Printer Friendly, PDF & Email
15.07.2026
GModG
Mit dem am 10. Juli 2026 beschlossenen GModG kommen auf viele Hausbesitzer wichtige Änderungen zu.
04.06.2026
co2online Heizkostenprognose
Gas- und Ölheizungen verursachen über 20 Jahre bis zu 42.000 Euro Mehrkosten – wegen steigender CO₂-Preise und „Bio-Treppe“. Dies zeigen Berechnungen der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online...
16.04.2026
Wärmekostenstatistik 2025
Deutschlands Haushalte heizen weiterhin sparsam, während die Kosten je nach Energieträger unterschiedlich stark ansteigen. Das zeigt eine aktuelle Wärmekostenstatistik von Minol.
01.10.2026
Techem Atlas für Energie, Wärme & Wasser 2026
Die kältere Witterung trieb 2025 den Verbrauch und die Heizkosten in die Höhe. Pro m² liegen die Kosten inzwischen 45 % über dem Niveau von 2021, wobei es große regionale Unterschiede gibt.
04.08.2026
VDZ „Intelligent Heizen" informiert
Das Serviceportal „Intelligent heizen" erklärt, welche Neuerungen vorgesehen sind und warum passgenaue Heizlösungen noch stärker in den Mittelpunkt rücken.
03.02.2026
DENEFF
Die DENEFF will raus aus dem Heizungsstreit und schlägt pragmatische Eckpunkte für das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) vor.