Baugewerbe:

Umsätze im ersten Quartal 2021 unter dem Vorjahresniveau

Die planmäßige Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes und der Wintereinbruch haben sich im ersten Quartal auf die Baukonjunktur ausgewirkt.

 Bauarbeiter beim Hausbau mit Wasserwwage Quelle: stock.adobe/By industrieblick
Bauarbeiter beim Hausbau mit Wasserwwage Quelle: stock.adobe/By industrieblick

„Im ersten Quartal haben der Wintereinbruch und die planmäßige Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes die Baukonjunktur merklich eingebremst. Auch im März haben die Umsätze im Wirtschaftsbau mit ca. 3,1 Mrd. Euro (-5,0%) und öffentlichen Bau mit ca. 2,3 Mrd. Euro (-2,0%) nicht das Vorjahresniveau erreicht. Im Wohnungsbau sehen wir mit ca. 2,0 Mrd. Euro ein schmales Plus von 0,7%.“ Mit diesen Worten kommentierte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), die veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts.

Demnach liegen die Umsätze der Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im ersten Quartal 2021 bei 16,4 Mrd. Euro und damit um ca. 9,4 % unter dem Vorjahresniveau.

„Mit Blick auf die kommenden Monate machen uns die Probleme in der Lieferkette mit Baumaterial große Sorgen. Bei Kunststoffen und Holz bleiben vielfach Lieferungen aus, bei Stahl und Metallen gibt es deutliche Preiserhöhungen. So zeigt sich bei Holz jetzt eine Steigerung zum Vorjahreswert von 35,7% und gegenüber Dezember 2020 von immerhin 27,2%; Bei Styrolen sind es zum Vorjahr 23,3% mehr und zum Dezember 32,9% mehr. Die Engpässe haben das Potenzial, die Baustellen im Sommer zum Erliegen zu bringen. Unsere Unternehmen befürchten Baustellenstopps und Kurzarbeit“, führt Pakleppa weiter aus.

Bei den Auftragseingängen sehen wir sowohl Licht als auch Schatten: Während die Nachfrage im Wohnungsbau hoch bleibt, ist die Nachfrage aus der Wirtschaft weiter volatil. Nach den positiven Signalen im Februar gab es hier im März wieder einen Dämpfer. Umso wichtiger bleibt es, dass die öffentliche Hand ihre Auftraggeberfunktion wahrnimmt“, mahnt der Hauptgeschäftsführer des größten Branchenverbands der Bauwirtschaft.

„Der Investitionsstau ist hoch. Gerade wieder hat das „Kommunalpanel 2021“ den akuten Investitionsbedarf mit fast 150 Mrd. Euro bei den Kommunen gezeigt. Die Corona-Pandemie hat die kommunalen Haushalte vor große Herausforderungen gestellt. Wir setzen uns daher für einen zweiten Rettungsschirm des Bundes und der Länder für die Kommunen ein“, so Pakleppa abschließend.

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