Planerkonjunktur bleibt ungetrübt
Knapp 90 % der teilnehmenden Ingenieurbüros erwarten angesichts gut gefüllter Auftragsbücher – der durchschnittliche Auftragsbestand liegt bei neun Monaten – auch 2016 mindestens konstante bzw. erneut steigende Umsätze.
„Diese Zahlen sind Indiz für die weiterhin gute Planerkonjunktur“, erläutert Dr.-Ing. Volker Cornelius, Präsident des Verbands Beratender Ingenieure VBI. „Wir freuen uns, dass die von unseren Mitgliedern erbrachten unabhängigen Ingenieur- und Bauplanerleistungen nicht nur bei den Auftraggebern gefragt sind, sondern sich nach schwierigen Jahren auch für die meisten Ingenieurbüros selbst auszahlen“, so Cornelius.
Die insgesamt gute konjunkturelle Situation wird unterstrichen von der Vorjahresbilanz: 2015 verbuchten 56 % der befragten Büros Umsatzwachstum – erneut ein leichtes Plus gegenüber der Vorjahresumfrage. Umsatzrückgänge mussten 2015 nur 16 % der Umfrageteilnehmer verkraften. Und auch die Ertragssituation kann überwiegend als stabil bezeichnet werden.
Schwierige Personalbeschaffung
Angesichts der guten konjunkturellen Lage bleiben qualifizierte Bauingenieure, Elektroingenieure sowie Gebäudetechnikplaner wie bereits in den Vorjahren gesuchte Fachkräfte: Jedes dritte Ingenieurbüro (33 %) plant 2016 Mitarbeiter einzustellen, lediglich 2 % wollen Stellen abbauen. Die Bilanz für 2015: 40 % der VBI-Mitgliedsbüros haben zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, Stellenabbau gab es lediglich in 7 % der Büros.
Dabei bleibt die Personalbeschaffung schwierig: 74 % der VBI-Mitglieder geben an, vakante Ingenieurstellen nicht schnell und qualifiziert besetzen zu können. Vor diesem Hintergrund haben 2015 45 % der Umfrageteilnehmer (2014: 33 %) Fachkräfte aus dem Ausland eingestellt.
Zu einer grafisch aufbereiteten Übersicht zu allen Ergebnissen der VBI-Konjunkturumfrage 2016 geht es hier: www.vbi.de/downloads.














