Pelletbranche wirbt bei Energiekommissar für Wärmewende
„Holzpellets leisten bereits einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und werden im Energiemix der Zukunft weiter eine wichtige Rolle spielen“, sagte Oettinger vor den versammelten Gästen. Geladen waren Vertreter der Pelletindustrie – vom Rohstofflieferanten über Pelletkesselhersteller bis zum Brennstoffhändler.
Holzpellets, so erfuhr Günther Oettinger in Ettenheim, haben sich in Europa bereits zu einem wichtigen erneuerbaren Energieträger entwickelt. „Sie haben aber das Zeug, einen noch viel größeren Beitrag als bisher für die Energiewende zu leisten“, sagte German Pellets-Sprecherin Claudia Röhr. Der Energiekommissar bestätigte: „Für die Energieversorgung der Zukunft wird jede Energieform benötigt. Holzpellets können insbesondere durch ihre Kompaktheit und ihre flexiblen Einsatzmöglichkeiten zur künftigen Energieversorgung beitragen“.
Dr. Christian Rakos, Präsident des europäischen Pelletverbands, warb bei Oettinger für mehr Engagement der Europäischen Kommission für den europäischen Wärmemarkt.
„Wir möchten, dass die Europäische Union und alle Mitgliedsstaaten noch mehr Augenmerk auf die Energiewende im Wärmemarkt legen“, sagte Rakos. Hintergrund ist, dass die Tagespolitik hauptsächlich von der Diskussion um die Energiewende im Strommarkt geprägt ist und der in Europa größte Energieverbrauchssektor – Wärme – wenig Berücksichtigung findet, „obwohl der Wärmemarkt für Verbraucher die größten Einsparpotenziale bietet und die höchsten CO2-Minderungspotenziale besitzt“, so Claudia Röhr weiter. Günther Oettinger bestätigte, dass der „Wärmesektor der am meisten unterschätzte Markt“ ist.
Der EU-Kommissar traf zwischen zwei Sitzungen des EU-Parlaments in Straßburg auf die im nahe gelegenen Ettenheim versammelten Vertreter der Pelletbranche. Der Kontakt zu Günther Oettinger war im amerikanischen Texas zustande gekommen. Am Rande einer Informations-Veranstaltung zum Thema Fracking traf ein Mitglied der Geschäftsführung auf den EU-Kommissar. Spontan wurde ein Treffen in Ettenheim vereinbart.














