Rekorde zum Firmenjubiläum: Wolf GmbH bleibt in der Erfolgsspur

Die Wolf GmbH feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Das Unternehmen, das 1963 mit 80 Mitarbeitern und der Produktion von Teilen für Hopfentrocknungsanlagen und Warmlufterzeuger begann, hat sich in den zurückliegenden fünf Jahrzehnten mit einer bewegten Erfolgsgeschichte zu einem der führenden Systemanbietern für Heizung, Klima, Lüftung und Solar und zu einem Vorzeigeunternehmen der bayerischen Wirtschaft entwickelt.

Luftaufnahme des Wolf-Werks in Mainburg
Luftaufnahme des Wolf-Werks in Mainburg

Pünktlich zum 50. Firmengeburtstag hat das Unternehmen am 15. Mai im Rahmen einer Bilanz-Pressekonferenz in München erneut Rekordzahlen präsentiert. Umsatz, Gewinn und Mitarbeiterentwicklung zeigen im dritten Jahr in Folge nach oben.

Das Unternehmen erreichte im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von gesamt knapp 339 Mio. €. Das Geschäftsjahr 2012 war damit das beste Geschäftsjahr der Firmengeschichte. Der bisherige Rekordumsatz aus dem Jahr 2011 in Höhe von 322 Mio. € konnte noch einmal um 5 % übertroffen werden. Das betriebliche Ergebnis erhöhte sich um 15 % (IFRS).

Entsprechend positiv blickt Bernhard Steppe, Sprecher der Geschäftsleitung, auf das abgelaufene Geschäftsjahr zurück: „Durch innovative Technologien, hochwertige Produkte und vor allem durch die gute Zusammenarbeit mit unseren Partnern im In- und Ausland haben wir erfreuliche Erfolge erzielt. So konnten wir 2012 wieder ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr erreichen und uns über dem Branchentrend entwickeln. Wir haben in Deutschland Marktanteile gewonnen und auch in einigen Exportländern deutlich zugelegt. Wir sind national und international auf einem guten Weg“.

Garant für den Erfolg bleibt auch 2012 die konsequente Aufstellung des Traditionsunternehmens als umfassender Systemanbieter. So konnten Marktrückgänge in einzelnen Segmenten, beispielsweise im Bereich Niedertemperaturkessel (-19 %), durch die Anstiege bei Gas-Brennwert (+8 %), Biomasse (+19 %) und Lüftung (+10 %) kompensiert werden. „Mit dem erneuten Anstieg des Großhandelsanteils konnten wir zudem unsere Marktstellung im Heizungsbereich weiter ausbauen und verzeichnen in den meisten Produktlinien weiterhin Zuwächse an Marktanteilen“, so Steppe weiter.

Auch in Sachen Belegschaft gibt es weiter positive Nachrichten aus Mainburg

Der Personalstand der Wolf GmbH wuchs 2012 im Durchschnitt von 1.357 auf insgesamt 1.408 Beschäftigte. Die Stammbelegschaft (ohne Azubis/Praktikanten) wurde im Stichtagsvergleich um 38 Personen auf 1.305 Mitarbeiter erhöht. „Aufgrund der geringen Arbeitslosenrate in der Region und des zunehmenden Fachkräftemangels, der durch die hohe Auslastung der benachbarten Automobilhersteller verursacht wird, haben wir weitere Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung beschlossen, um das Wachstum aus den eigenen Reihen zu sichern“, sagt Bernhard Steppe.

Wachstum sichern sollen in den kommenden Jahren auch weiterhin neue Produkte aus dem Hause Wolf. Passend zum 50-jährigen Firmenjubiläum hat das Unternehmen sein Lieferprogramm der Brennwertgeräte komplett neu entwickelt und in einem über die ganze Produktfamilie durchgängigen Design-Konzept gestaltet. Neue Technologien machen Wolf Brennwertsysteme noch sparsamer im Verbrauch und effizienter in der Leistung. Durch das neue Geräte-Design sind sie zudem wegweisend in Einbau und Anwenderfreundlichkeit. Hinzu kommt eine Vielzahl intelligenter Lösungen und Services wie Service-Apps, Smartphone-Anbindung oder selbst-kalibrierende Brennstoff-Einstellung.

Für das laufende Geschäftsjahr vorsichtig optimistisch

Als Planungsrisiko verbleibt die durch die erneute Finanzkrise ausgelöste Abnahme der Investitionstätigkeit in der Bauwirtschaft, die den Klima- und Lüftungssektor, aber auch das Heizungs-Projektgeschäft im Export stark beeinträchtigt. „Die negativen Folgen werden sich in einzelnen Ländern auch im neuen Geschäftsjahr fortsetzen, vor allem in Südeuropa wie Spanien, Portugal, Italien und Griechenland“, erklärte Wolf-Geschäftsführer Bernhard Steppe.

Erneut übte Steppe auch Kritik an den politischen Rahmenbedingungen, wie der nicht vorhandenen steuerlichen Abzugfähigkeit der energetischen Sanierungsmaßnahmen, sowie an der Förderpolitik der Bundesregierung. Die Politik lege mit Strom einen falschen Fokus bei der Energiewende. „Den mit Abstand größten Teil ihrer Energie verbrauchen deutsche Haushalte im Heizungskeller, nicht am Stromzähler“, so der Unternehmenssprecher. Nach wie vor sei die Austauschrate von Altanlagen viel zu gering und keine wesentlichen Auswirkungen der Förderpolitik feststellbar. Gerade einmal ein Viertel von über 20 Mio. Heizsystemen in Deutschland entspricht aktuell dem Stand der Technik. Um dies zu ändern, sei ein Umbau und eine Verstetigung der Förderprogramme zwingend notwendig. „Ansonsten werden wir die hochgesteckten Energieeffizienz-, Energiespar- und Klimaziele der Bundesregierung nicht erreichen können“, kritisiert Bernhard Steppe.

 

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