Zertifizierungsprogramm für Verflüssigungssätze aktualisiert
Ab sofort können externe Unternehmen und Mitglieder auf das Programm zugreifen. Bei der Neuausrichtung des Zertifizierungsprogramms wurde die verbandseigene Online-Datenbank für die eingereichten Produkte um die drei Kategorien Listed (bei ASERCOM eingereicht), Checked (Ökodesign-Datenblatt und Konformität mit der Ökodesign-Verordnung von ASERCOM überprüft) und Certified (Einheit vom Zertifizierungskomitee zertifiziert) erweitert.
Verbandseigene Datenbank wurde erweitert
Unabhängig vom Zertifizierungsstand werden alle eingereichten Einheiten in der Datenbank aufgelistet und je nach individuellem Fortschritt einer der drei neuen Kategorien zugeordnet. Das soll zu mehr Transparenz beitragen. Die Datenbank enthält bis dato 6.500 Produkteinträge.
Im Anschluss an eine bestandene Zertifizierung wird ein ASERCOM Qualitätssiegel für Verflüssigungssätze ausgestellt. Dadurch sind die Teilnehmer in der Lage, sich von qualitativ geringwertigeren Produkten und niedrigeren Qualitätsansprüchen anderer Anbieter abzusetzen.
Die Branche wird durch die Ökodesign-Verordnung vor neue Bestimmungen hinsichtlich der technischen Dokumentation und der Veröffentlichung der Leistungszahl oder Jahresarbeitszahl gestellt. Bereits 1997 rief ASERCOM eine Zertifizierung für Verdichter ins Leben. Damit wollte man Standards etablieren und Orientierung schaffen. Als Ergänzung wurde 2012 das Zertifizierungsprogramm initiiert, das nun modifiziert wird. Es generiert vergleichbare Produktleistungsdaten im Marktsegment Verflüssigungssätze.
Der Verband reagiert damit auf ein zunehmendes Bedürfnis nach Transparenz in einem stark wachsenden Markt mit einer Vielzahl an Neuentwicklungen von Verflüssigungssätzen. Die EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2015/1095 sowie andere neue Gesetze und Verordnungen tragen durch die Einforderung neuer Grenzwerte zu einer verbesserten Energieeffizienz von energieverbrauchsrelevanten Produkten bei – so auch bei Verflüssigungssätzen.
Firmeneigene Zertifizierungssoftware im Einsatz
Das Zertifizierungsprogramm ist ein standardisierter, freiwilliger und unabhängiger Prozess, der in mehreren Stufen erfolgt. Es generiert objektiv vergleichbare Leistungsdaten von Verflüssigungssätzen, die sehr engen Toleranzen unterliegen. Den Zertifizierungsprozess führt eine ASERCOM eigene Software aus. Dort lassen sich die Datensätze der einzelnen Komponenten eines Verflüssigungssatzes anlegen und ermitteln.
Die technischen Daten der Hauptkomponenten der Verflüssigungssätze werden zur Berechnung eingetragen. Dazu zählen unter anderem der Verdichter, der Verflüssigerblock und die Lüftereinheit. Aus den Daten werden alle relevanten Leistungsdaten des Verflüssigungssatzes sowie die Leistungszahl oder die Jahresarbeitszahl berechnet.
Die Komponenten und die errechneten Daten prüft ASERCOM in Zusammenarbeit mit den Herstellern. Etwa 20 Prozent der Certified-Einheiten werden zusätzlich bei unabhängigen Testinstituten hinsichtlich ihrer Leistungsdaten getestet. Abschließend entscheidet das Zertifizierungskomitee über die eingesendeten Datensätze und vergibt die Zertifizierungen.














