Was macht BIM für Architekten interessant?

In einer telefonischen Arch-Vision-Befragung wurden in ganz Europa insgesamt 1.600 Architekten um eine Einschätzung zu BIM gebeten. Aus den Antworten ergeben sich sechs Kerntrends, die BIM für Architekten interessant machen.

Arch-Vision Europäischer Architektenbarometer Q4 2017 (Bild: USP/BauInfoConsult)
Arch-Vision Europäischer Architektenbarometer Q4 2017 (Bild: USP/BauInfoConsult)

Als einen großen Vorteil von BIM sehen die Architekten in Europa die Austauschbarkeit von Projektdaten an. Insbesondere die französischen, italienischen und belgischen Architekten heben die Datentransparenz hervor.

Vermutlich liegt das daran, dass aktuell in diesen Ländern große BIM-Projekte verstärkt von der öffentlichen Hand lanciert werden. Vor allem bei großen Projekten ist der funktionierende Austausch zwischen Auftraggebern, Auftragnehmern, Architekten und Fachplanern eine echte Erleichterung für alle Beteiligten.

Britische Architekten, welche übrigens mit BIM bisher am besten vertraut sind, gaben in der Umfrage an, dass sie insbesondere in der besseren Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten einen wichtigen Vorteil von BIM sehen. BIM als Mittel gegen Fehlerkosten schätzen vor allem die Niederländer.

Spanische Architekten setzen auf mehr Kontrolle über das tägliche Baustellenchaos mithilfe von BIM. Ihre polnischen Kollegen erhoffen sich hingegen schnellere Projektabläufe. In Deutschland steht die „Gründlichkeit“ im Fokus. Die Architekten versprechen sich eine bessere und effizientere Projektplanung dank BIM.

Aus der Umfrage konnte auch der unterschiedliche Stand der konkreten BIM-Erfahrung in den verschiedenen Ländern abgelesen werden. Die Studie zeigt neben den Wünschen und Einschätzungen auch, dass die konkrete BIM-Verwendung bei den meisten Planern noch viel Potenzial hat. Investitionsaufwand in Anschaffung, Umstellungs- und Schulungsaufwand waren für viele von Ihnen bisher ein Hinderungsgrund. Nur die Niederlande und Großbritannien übernehmen eine Vorreiterrolle. Hier ist die Hemmschwelle für die BIM-Nutzung im Vergleich deutlich niedriger.

Die Studie wurde durch das auf die Bau- und Installationsbranche spezialisierte Marktforschungsinstitut BauInfoConsult durchgeführt. Die Befragung wird insgesamt vier Mal im Jahr durchgeführt und stellt stets einen neuen aktuellen Trend in den Fokus. In der aktuellen Ausgabe (Q4 2017) wurden folgende Themen behandelt: Architektenbarometer: Umsätze und Auftragsvolumen in 8 Ländern, Entwicklung und Prognosen zur europäischen Baukonjunktur, Schwerpunkt: BIM in der europäischen Baubranche.

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