Trend-Umfrage zu Schultoiletten: Es fehlt an Geld, Ausstattung und Hygieneverständnis
Hygiene-Experte Tork interviewte in einer Trend-Umfrage Hausmeister, Lehrer, Schulleiter und Eltern gezielt zu den größten Problemen in Sanitärräumen und deren Ursachen sowie möglichen Lösungsansätzen. Das Ergebnis: Die Sauberkeit der Einrichtungen, aber auch das Schülerverhalten werden als größte hygienische Defizite wahrgenommen. Geld für grundlegende Sanierungen oder häufigeres Putzen fehlt. Lösungsansätze sehen die Studienteilnehmer auch darin, das Hygienebewusstsein der Schüler zu stärken sowie die Waschraumausstattung zu verbessern. Schon einzelne Elemente können Sauberkeit und Sicherheit steigern, wie etwa robuste Spender, die einen sparsamen Verbrauch fördern.
Sauberkeit und Schülerverhalten sind oft mangelhaft
Die Verantwortlichen schilderten eine vielschichtige Problemlage. Als größte Hygienedefizite nannte die Mehrzahl der Studienteilnehmer neben der Sauberkeit der Anlagen auch das unordentliche Verhalten der Schüler. Ein großes Ärgernis ist beispielsweise herumliegender Müll, ganz speziell Papiertücher und nicht sachgemäß entsorgte Monatshygieneprodukte. Auch üble Gerüche und verstopfte Toiletten wurden moniert. Ist eine Toilette erst einmal in schlechtem Zustand, kann das weitere Verschmutzungen nach sich ziehen. Das Phänomen der dadurch entstehenden Verwahrlosungs-Spirale wird durch die „Broken-Windows-Theorie“ erklärt. So würden insbesondere die Damentoiletten durch die Nutzung im Stehen zusätzlich verdreckt, schildert ein Haustechniker aus Baden-Württemberg.
Lösungsansatz I: Hygienebewusstsein schulen
Beim Schülerverhalten anzusetzen, hält jeder zweite Befragte für einen sinnvollen Lösungsansatz, etwa über eine bessere Aufklärung über richtiges Hygieneverhalten. Üble Gerüche entstünden beispielsweise häufig durch vergessenes oder zu kurzes Spülen – vor allem bei Grundschülern. Als zielführende Maßnahmen betrachten Befragte Gespräche über Sauberkeit und Hygiene sowie Projekte zur Selbsterfahrung: „Ein Projekt, bei dem die Schüler mal putzen müssten, wäre bestimmt sehr hilfreich”, schlägt ein Haustechniker vor. Werden Schüler bei Vandalismus erwischt, würden die Eltern zur Kasse gebeten, berichten mehrere Befragte.
Tork unterstützt Schulverantwortliche bei Hygieneerziehung
Um die Aufmerksamkeit für die Hygiene im Waschraum bei Schülern zu steigern, stellt Hygiene-Experte Tork für Eltern und Pädagogen kostenloses Material bereit. Dazu gehören etwa Übungshefte und Lehrerbroschüren, spannende Experimente und Vorschläge für Projekttage zum Thema „richtig Händewaschen“. Schulen können zudem die Tork Hygienebox kostenfrei ausleihen: Mit einem Schwarzlichtgerät und passender Testlotion können Schüler selbst überprüfen, wie sauber die Hände nach dem Waschen wirklich sind. Alle Materialien können über die Tork Website kostenlos heruntergeladen oder per E-Mail an tork.aktion@sca.com angefragt werden.
Materielle Probleme: fehlende Mittel und lange Wartezeiten
Zu hygienischen kommen an vielen Schulen auch materielle Probleme. Dazu gehören veraltete Waschraumausstattungen, beschädigte Toilettensitze oder Vandalismus. Die Hälfte der Interviewten sieht deren Lösung in einer Sanierung der Anlagen. Das geschieht aber nicht oft – ebenso wenig wie eine häufigere Reinigung verschmutzter Waschräume. Grund sind zumeist die damit einhergehenden hohen Kosten. „Seitdem externe Reinigungsfirmen beauftragt sind und wir keine schuleigenen Putzfrauen mehr haben, hat die Qualität sehr nachgelassen“, schilderte ein Haustechniker die Lage vor Ort. Lange Bewilligungszyklen für neue Waschraumausstattung sind ein weiteres Problem: „Es dauert Jahre, etwas bewilligt zu bekommen“, erläutert ein Teilnehmer.
Lösungsansatz II: Eine durchdachte Ausstattung beugt vor
Sauberkeit und Schülerverhalten sind für die Befragten eng mit der Raumgestaltung verknüpft. Besonders problematisch sehen Teilnehmer beispielsweise Spender, die große Papiermengen auf einmal ausgeben, womit dann die Toiletten verstopft würden. Abhilfe verschaffen verschließbare Seifen- und Papierspender – letztere idealerweise mit Einzelblattentnahme. Weitere erwünschte Vorbeugemaßnahmen bezüglich der Waschraumausstattung sind größere und bessere Abfallbehälter – speziell für die Monatshygiene – sowie der übergeordnete Wunsch nach einem „schönen und einheitlichen Gesamtbild“.
1)Umfrage des WDR an Schulen in Nordrhein-Westfalen: http://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/marode-schulen-nrw-102.html
Stern TV Umfrage: http://www.stern.de/tv/so-marode-sind-deutschlands-schulen---ergebnis-der-stern-tv-umfrage-6735780.html














