Start der Heizsaison – So optimieren Hauseigentümer ihre Heizung

Den Beginn der Heizperiode am 1. Oktober sollten Hauseigentümer dafür nutzen, ihre Heizkosten und CO2-Emissionen zu senken.

Ein SHK-Handwerker stellt ein voreinstellbares Thermostatventil ein (Foto: www.co2online.de/Alois Müller)
Ein SHK-Handwerker stellt ein voreinstellbares Thermostatventil ein (Foto: www.co2online.de/Alois Müller)

Im Privathaushalt entfallen mehr als 80 Prozent des Energieverbrauchs auf Heizung und Warmwasser. Das Potenzial ist groß, um Geld zu sparen und CO2 zu vermeiden. Die Erneuerung der Heizungspumpe rechnet sich besonders rasch. Der Pumpentausch macht sich in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus bereits nach drei Jahren bezahlt. Darüber hinaus fördert der Staat den Austausch alter Heizungspumpen mit bis zu 30 Prozent.

Heizkosten und CO2-Emissionen mindern

Drei Dinge bieten sich für das vergleichsweise einfache und günstige Optimieren der Heizung in Ein- und Zweifamilienhäusern an. Man sollte sie zum Start der Heizsaison in die Tat umsetzen, um bereits im Herbst und Winter davon zu profitieren:

1. Heizungsrohre dämmen

Hauseigentümer können im Schnitt 1.000 Kilogramm CO2 vermeiden und 315 Euro pro Jahr sparen, indem sie die          Heizungsrohre und Leitungen isolieren. In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus sind etwa 20 Meter Rohr im Keller nicht gedämmt. Das nötige Material gibt es für 50 bis 200 Euro im Baumarkt und kann selbst angebracht werden. Innerhalb eines Jahres kann sich diese Maßnahme rechnen.

2. Heizungspumpe tauschen

Alte Heizungspumpen sind im Haushalt wahre Stromfresser. Eine hocheffiziente Pumpe kostet inklusive Einbau durchschnittlich 300 Euro. Damit lassen sich die CO2-Emissionen um fast 190 Kilogramm pro Jahr und die Kosten um rund 100 Euro senken. Bis sich der Pumpentausch rechnet, dauert es im Schnitt drei Jahre. Bei diesem Beispiel wurde die Förderung von 30 Prozent berücksichtigt.

3.    hydraulischer Abgleich

Viele Heizungen in Deutschland verschwenden Energie. Ein hydraulischer Abgleich optimiert die Leistung der Heizungsanlage. Zu jedem einzelnen Heizkörper gelangt genügend Warmwasser – nicht zu viel und nicht zu wenig. Die Kosten betragen etwa 690 Euro. Durchschnittlich sinken so die CO2-Emissionen um fast 300 Kilogramm, die Heizkosten um 90 Euro pro Jahr. Der hydraulische Abgleich rechnet sich innerhalb von acht Jahren. Auch bei diesem Beispiel wurde die Förderung von 30 Prozent bereits berücksichtigt.

Neuer „Heizspiegel“ ab Ende Oktober 2019

Die gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online veröffentlicht am 30. Oktober 2019 den „Heizspiegel für Deutschland 2019“ mit aktualisiertem Online- Rechner und kostenlosem Flyer – erstmals auch mit Werten für das Heizen mit Wärmepumpen. Anhand dieser neuen Vergleichswerte können Verbraucher ihre Heizkosten prüfen.
 

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