Smart Home: Vor allem beim Datenschutz gibt es noch Verbesserungspotenzial

Der Smart Home-Trend ist mittlerweile aus der Nische getreten. Von einem Massenphänomen kann aber längst noch nicht die Rede sein, wie eine Studie von BauInfoConsult zeigt.

Architekten: In welchen Bereichen sehen Sie beim Thema Smart Home Verbesserungspotenziale? (spontan, Mehrfachantworten in %, n = 150) - Quelle: BauInfoConsult, Jahresanalyse 2019/2020
Architekten: In welchen Bereichen sehen Sie beim Thema Smart Home Verbesserungspotenziale? (spontan, Mehrfachantworten in %, n = 150) - Quelle: BauInfoConsult, Jahresanalyse 2019/2020

Immerhin planen die von den Düsseldorfer Marktforschern befragten Architekten bereits in jedem zehnten Projekt smarte Komponenten fest mit ein. Allerdings gibt es aus Sicht der Planer noch einige ungelöste Probleme, die einer weiteren Verbreitung von Smart Home noch im Weg stehen. Allen voran: die noch nicht ausreichend hohe Datensicherheit der Systeme. 

Im Rahmen der Bautrendstudie „Jahresanalyse“ wurden u. a. 150 Architekten in telefonischen Interviews zum Potenzial von Smart Home befragt. Dabei ging es auch um das Verbesserungspotenzial, das die Produktsysteme den Erfahrungen der Planerzunft nach immer noch haben. Ganz vorne weg sehen die Architekten dabei die Frage rund um den Datenschutz bei Smart Home-Komponenten auf der Tagesordnung aufblitzen (33 %).

Dies kommt nicht von ungefähr, denn schließlich ist der Datenschutz eines der zentralen Themen, wenn es um den Datenaustausch geht – ohne den smarte Systeme ja bekanntermaßen nicht smart wären. Dazu kommt, dass das Thema Datenschutz laut weiteren Studienergebnissen auch für die Bauherren von zentraler Bedeutung ist und deshalb von den Herstellern gar nicht hoch genug gehängt werden sollte. Die befragten Architekten sind jedenfalls außerdem mehrheitlich der Meinung, dass die Hersteller beim Datenschutz noch einiges zum Nachbessern haben. 

Was das weitere Verbesserungspotenzial bei Smart Home abgesehen vom Thema Datensicherheit betrifft: Zusätzlich drückt der Schuh bei Smart Home-Lösungen – wenn auch nicht so arg – bei der einfachen Bedienbarkeit (14 %) bzw. bei der Preisgestaltung (11 %).

Über die Studie
Das Studienergebnis zu den Verbesserungspotenzialen bei Smart Home entstammt der Jahresanalyse 2019/2020, der jährlichen Baustudie von BauInfoConsult. Auf Basis von über 580 Interviews unter Architekten, Bauunternehmern, Maler/Trockenbauern, SHK-Installateuren und Herstellern behandelt die Studie u. a. Themen wie:

  •  Baukonjunktur und zentrale Kennzahlen
  • regionale Bauprognosen 2020 und 2021
  • Brand Funnel für zentrale Baumarken, Markenentscheidung und Servicenachfrage
  • Bautrends und Entwicklungen, Nachfrage- und Produkttrends am Bau
  •  Smart Home in Deutschland
  • Kommunikations- und Einkaufsverhalten in der Baubranche
  • Marketing- und Budgettrends
  • u. a.
Printer Friendly, PDF & Email
23.08.2021
Umfrage
Laut aktueller Statistik nutzen etwa 5,1 Mio. Deutsche die Steuerung von Heizung, Beleuchtung oder Stromzählern über das Internet (7% der Bevölkerung im Alter über 10 Jahre). Dennoch kommt die Smart...
23.06.2020
Umfrage
Auch am Bau hat die weltweite Coronakrise weitreichende Folgen und stellt viele langjährige Top-Bautrends in den Schatten. Dies ergab die diesjährige Umfrage von BauInfoConsult nach den Entwicklungen...
29.07.2021
Studie
Die zukünftige Baunachfrage bis 2023 wird vor allem vom Thema Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bestimmt, dass zeigt die neue Trendanalyse von BauInfoConsult.
05.02.2020
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellte am 31.01. die „technische Möglichkeit zum Einbau intelligenter Messsysteme nach § 30 Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)“ fest, auch...
14.01.2022
Bauwirtschaft
Die Fehlerquote auf deutschen Baustellen ist enorm. Zu den Hauptfehlerquellen gehören – neben mangelhafter Planung oder Bauleitung – Kommunikationsmängel auf den Baustellen.
23.02.2021
Pressestudie
Informationen werden in der Baubranche noch stark über Messen, Veranstaltungen, Beratungsgespräche oder auch Fachartikel bezogen. Doch Webportale und Social Media sind auf dem Vormarsch.