Sanitärarmaturen wieder im Arbeitsprogramm der ErP-Richtlinie
Vor diesem Hintergrund wurden Sanitärarmaturen und Duschköpfe Ende Dezember wieder in den Arbeitsplan zur Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie (Energy related products-Directive) mit dem Ziel aufgenommen, produktspezifische gesetzliche Anforderungen zur Wassereffizienz zu erarbeiten. Das bedeutet, dass nun in einem nächsten Schritt in einer Studie Maßnahmen zur Wasser- und Energieeinsparung von Armaturen und Duschköpfen ermittelt werden. Diese Maßnahmen sollen dann in eine Regulierung von wasser-führenden Armaturen überführt werden.
Die europäische Sanitärarmaturenindustrie sieht sich für diese Entwicklung gut gerüstet, geht deren Bemühung bereits seit vielen Jahren in die Richtung, Wasser und Energie sparende Produkte zu entwickeln. Ausdruck dieser Bestrebungen ist das vor zwei Jahren eingerichtete Effizienzlabel WELL - Water Efficiency Label. Da Selbstregulierungsaktivitäten der Industrie im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie ausdrücklich erwünscht sind, bietet das WELL-Label (das mittlerweile von nahezu allen namhaften europäischen Sanitärarmaturenherstellern getragen wird) eine gute Basis für mögliche Regulierungsmaßnahmen. Dies gilt im Übrigen umso mehr, als WELL - anders als andere Label-Systeme nicht nur auf den Wasserverbrauch fokussiert, sondern auch energieverbrauchsrelevante Parameter wie z. B. Temperaturmanagement und Zeit berücksichtigt. Außerdem umfasst es hygienische Aspekte.
Das Label erfasst Auslaufarmaturen für Bad und Küche, Duscharmaturen sowie WC- und Urinalspülsysteme. Anforderungsspezifisch unterscheidet es zwischen Produkten für private Haushalte (Home) und öffentliche Gebäude (Public).
Ein Label, wie von Kühlschränken und Herden bekannt, informiert den Verbraucher auf den ersten Blick über die Gesamteffizienz einer Armatur.














