Welttoilettentag 2020

Am 19. November ist zum 19. Mal Welttoilettentag. Nach Zahlen der Vereinten Nationen verfügen aktuell etwa 40 % der Weltbevölkerung, über keine ausreichende Sanitärversorgung. Mit konventioneller Abwassertechnik ist die globale Abwasserkrise nicht lösbar.

Komposttoiletten und Trockentrenntoiletten arbeiten geruchlos, wenn eine feuchtigkeitsaufnehmende Streu, wie z.B. Sägespäne eingesetzt wird und sie mit einer sinnvollen Luftstromführung stromlos entlüftet werden. Bild: stock.adobe.com/steve
Komposttoiletten und Trockentrenntoiletten arbeiten geruchlos, wenn eine feuchtigkeitsaufnehmende Streu, wie z.B. Sägespäne eingesetzt wird und sie mit einer sinnvollen Luftstromführung stromlos entlüftet werden. Bild: stock.adobe.com/steve

Der Welttoilettentag wurde am 19. November 2001 von der Welttoilettenorganisation ins Leben gerufen. Hintergrund ist das weltweite Fehlen von Sanitäranlagen, vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Der Welttoilettentag wirbt für innovative Sanitärsysteme

Notwendig sind innovative Sanitärsysteme, die eine hygienisch sichere Abwasserentsorgung gewährleisten und gleichzeitig die in den menschlichen Ausscheidungen enthaltenen wertvollen Rohstoffe zu Kosten zurückgewinnen, die auch in Schwellen- und Entwicklungsländern finanzierbar sind. Die DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft ist diesbezüglich bereits seit 1988 aktiv. „Mit dem Technischen Sicherheitsmanagement für Abwasseranlagen und dem Konzept Train the Trainer sind wir seit Jahren mit großem Erfolg international tätig. Wir forcieren die Entwicklung ressourcenorientierter Sanitärsysteme, Stichwort NASS, speziell für den Einsatz in Schwellen- und Entwicklungsländer, und kooperieren seit langem eng mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit“, betont Rüdiger Heidebrecht, Abteilungsleiter Bildung und internationale Zusammenarbeit bei der DWA.

Der Verbesserung der weltweiten Sanitärsituation dienen auch die Arbeiten an „Ressourcenorientierten Sanitärsystemen“, auch bekannt als NASS. Unter Ressourcenorientierten Sanitärsystemen versteht man innovative kreislauforientierte Abwasserlösungen, mit dem Ziel der Wiederverwendung von Wasser- und Nährstoffströmen. Die Systeme zielen nicht alleine auf die bessere Verwertung von Abwasserinhaltsstoffen wie Nährstoffe und organische Stoffe, sondern auch auf die Steigerung der Ressourceneffizienz der Kanalisations- bzw. Kläranlagensysteme. Konventionelle dezentrale Abwassersysteme wie Latrinen und Sickergruben sind bei hoher Besiedlungsdichte nicht realisierbar. Sie führen zu erheblichen Grundwasserbelastungen, zudem gehen in den konventionellen Entsorgungssystemen die in menschlichen Ausscheidungen enthaltenden wertvollen Nährstoffe Großteils verloren. Eine in den Industriestaaten etablierte zentrale Abwasserentsorgung über Schwemmkanalisation mit anschließender Behandlung in Kläranlagen ist auf Schwellen- und Entwicklungsländer häufig nicht übertragbar. Hohe Investitions- und Betriebskosten stellen erhebliche finanzielle Hürden dar, zudem kann in vielen wasserarmen Ländern kein Wasser für den Transport der menschlichen Ausscheidungen verwendet werden.

Weitere Informationen zum Welttoilettentag finden Sie hier

 

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