Forschung

Wärme im Quartier planen

Das Projekt „Kommunale Wärmewende“ der Agentur für Erneuerbare Energien und des Fraunhofer ISE untersucht die Kosten der Planung von kommunalen Wärmewendeprojekten.

Quelle: AEE
Quelle: AEE

Planung eines Bestandsquartiers für 8.000 Einwohner*innen

In der Planungsphase eines Bestandsquartiers für 8.000 Einwohner*innen werden die Sanierung von Bestandsgebäuden, die Transformation des bestehenden Energieversorgungssystems sowie die Speicherung von elektrischer und thermischer Energie betrachtet. Im ersten Schritt werden Bestand, Potential und Wirtschaftlichkeit analysiert, ein Maßnahmenkatalog und ein Durchführungskonzept erstellt.

Sanierung von Bestandsgebäuden und kaltes Nahwärmenetz

Eine weitere Kommune plant neben der Sanierung des Bestands auch die Errichtung neuer Gebäude und eines kalten Nahwärmenetzes mit drei-Leiter-Technik für 250 Wohneinheiten. Dabei soll eine hocheffiziente Hybridkombination aus BHKW und Wärmepumpentechnik und Künstliche Intelligenz für eine perspektivische Heizungssteuerung eingesetzt werden. Kostenintensiv werden die Technologien zur Nutzung und Erschließung von Umweltwärme sowie avisierte Power-to-Gas Technologien inklusive Speicherung. Für die Realisierung greift die Stadt neben der Förderung durch das Programm der KfW Energetische Stadtsanierung – Zuschuss 432 auch auf die Förderung der BAFA Wärmenetze 4.0 zurück.

Zur Methodik

Zur Ermittlung der Kosten der Wärmewende wurde deutsche Kommunen befragt: zum Status quo, den betrachteten Maßnahmen und Technologien sowie den Akteuren mit Einfluss auf die Kostengestaltung. Neben einer Kostenschätzung für das jeweilige Projekt wurden zum Teil auch Maßnahmen und Technologien erfasst, die in die Kosten eingehen. Im Ergebnis konnten die befragten Kommunen ihren Eigenanteil von Maßnahmen der Planung und Durchführung in verschiedenen Projekten durch Fördermittel reduzieren.

Das Projekt „Kommunale Wärmewende“ soll marktgängige Technologien sowie praktikable Instrumente der Wärmewende identifizieren und ihre Umsetzung in allen Regionen Deutschlands befördern. Dies soll insbesondere durch Informations- und Wissenstransfer zwischen den AkteurInnen erfolgen. Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.

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