Wirtschaft

Viessmann verkauft Wärmepumpensparte an Carrier

Am Dienstag gab die Viessmann Group bekannt, dass sie ihren Geschäftsbereich Climate Solutions an das US-Unternehmen Carrier verkauft. Viessmann behält ein Aktienpaket und einen Sitz im Vorstand.

Viessmann verkauft seine Wärmepumpensparte für 12 Mrd. Euro an Carrier. Quelle: Viessmann | Carrier
Viessmann verkauft seine Wärmepumpensparte für 12 Mrd. Euro an Carrier. Quelle: Viessmann | Carrier

Die Viessmann Group hat bekanntgegeben, ihren Geschäftsbereich ‘Viessmann Climate Solutions’ mit Carrier Global Corporation, mit Hauptsitz in Palm Beach Gardens, Florida (USA), zusammenzuführen. Carrier ist ein weltweit führender Anbieter von intelligenten Klima- und Energielösungen. Beide Unternehmen beschreiben dies als Schritt mit dem Ziel, durch die aktive Gestaltung nachhaltiger Klima- und Energielösungen einen positiven Beitrag für zukünftige Generationen zu leisten.

„Wir können die weltweite Energiewende nur dann erfolgreich meistern, wenn Unternehmen global denken, handeln und zusammenarbeiten" sagt Max Viessmann, CEO der Viessmann Group. "Basierend auf unserer sehr positiven Wachstumsdynamik und unserem führenden integrierten Lösungsangebot führen wir unseren Geschäftsbereich Climate Solutions mit Carrier zusammen und schaffen einen zukunftssicheren globalen Klima-Champion. Durch den Zusammenschluss entsteht aus einer Position der Stärke heraus ein schnell wachsender Innovationsführer in einem hart umkämpften Markt. Diese Partnerschaft ist die perfekte Basis, um gemeinsam Wachstumschancen zu nutzen und unsere Verantwortung für kommende Generationen zu verstärken."

David L. Gitlin, CEO von Carrier: „Der Geschäftsbereich ‘Climate Solutions’ der Viessmann Group hat eine extrem starke Marktposition, einzigartige Vertriebskanäle und enorme Wachstumschancen. Der Erfolg des Geschäftsbereichs hat zwei Gründe: Eine hervorragende Mannschaft mit einer wertorientierten Kultur und ein unschlagbares integriertes Lösungsangebot. Martin und Max haben Europas bekannteste Marke für Premium-Klimalösungen aufgebaut. Carrier ist fest entschlossen, diesen Erfolg weiter auszubauen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam die Zukunft von intelligenten Klima- und Energielösungen zu gestalten."

Nach Abschluss der Transaktion, der bis Ende des Jahres erwartet wird, soll Viessmann Climate Solutions unter der Leitung von CEO Thomas Heim zu einem der wesentlichen Treiber der Wachstumsstrategie von Carrier bei Klimalösungen im Wohn- und Gewerbesegment in Europa werden. Der Hauptsitz des Unternehmens bleibt in Allendorf (Eder), Deutschland.

Beide Parteien haben sich auf langfristige Garantien geeinigt: Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen (3 Jahre), Garantien für die wichtigsten Produktions-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte (5 Jahre) sowie den Hauptsitz in Allendorf (10 Jahre). Dies sichere die langfristige Zukunft des Geschäftsbereichs. Das Unternehmen profitiert dabei von der globalen Aufstellung in den Bereichen Beschaffung, Logistik, Produktion, Lieferkette, Produktentwicklung, Vertrieb und Service. Die Viessmann Group bleibt ein eigenständiges Familienunternehmen im vollständigen Besitz der Unternehmerfamilie Viessmann.

„Der geplante Verkauf des Geschäftsbereichs von Viessmann zeigt, dass Klimaschutztechnologien die Technologien der Zukunft sind, deutsche Unternehmen viel Kapital anziehen, weiter leistungsfähig sind und der Markt für Wärmepumpen so attraktiv ist, dass er Investitionen anzieht", kommentiert Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck den Schritt. "Gerade deutsche Unternehmen haben die Technologie nach vorn gebracht. Die Weichenstellungen für die Energie- und Wärmewende schaffen also große Werte und Wachstum." Wichtig sei, dass die Vorteile unserer Energiepolitik und Gewinne, die damit erwirtschaftet werden, auch weiter dem Standort Deutschland zugutekommen. Darauf werde man achten. "Wir werden uns das Vorhaben im Rahmen der vorgesehenen Prüfschritte anschauen und sind im Gespräch mit dem Verkäufer und dem Investor, damit das Projekt unserer Wirtschaft und dem Standort Deutschland dient“, so Habeck.

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