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Kälte-Klima-Konjunkturumfrage

Die Branche ist wirtschaftlich gut aufgestellt. Die größten Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebs erleben die Fachbetriebe der Klima-Kälte-Technik derzeit durch den Fachkräftemangel .

Quelle: VDKF
Quelle: VDKF

Um ein Bild von der derzeitigen und zu erwartenden Situation in der Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche zu erhalten, führt der VDKF (Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe e.V.) jedes Jahr eine Konjunkturumfrage unter Kälte-/Klima-Fachbetrieben durch. Neben Fragen zur Betriebsstruktur, zu Tätigkeitsbereichen, Materialpreisen und zur Geschäftslage wurden in diesem Jahr auch die Bereiche Kältemittel, Förderungen und Wärmepumpen betrachtet. Die Auswertung ergab das Bild einer bestens aufgestellten Branche, die sich den wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen stellt, sich dem Geschäftsfeld Wärmepumpentechnik zuwendet, sich in der Ausbildung junger Fachkräfte engagiert und die größtenteils positiv in die Zukunft blickt.

Umsatz und Betriebskennzahlen

Laut ifo Geschäftsklimaindex Mai 2023 hat sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe deutlich verschlechtert. Bei den Kälte-Klima-Fachbetrieben sieht es besser aus. Über 70 % der Unternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage mehrheitlich als gut; mehr als 60 % beurteilen auch die zukünftige Geschäftslage vorwiegend als gut. Über 50 % gaben jedoch an, dass ihnen die Vorhersage der Entwicklung ihrer Geschäftslage eher schwergefallen ist. Dies ist vor allem auf Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Novellierung der F-Gase-Verordnung, dem PFAS-Verbot und dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) zurückzuführen.
Rund 30 % der teilnehmenden Unternehmen gaben an, einen Umsatz bis 1 Mio. € erwirtschaftet zu haben, 30 % bis 2 Mio. €, 17 % bis 5 Mio. € und 19 % über 5 Mio. € Umsatz. 50 % der Betriebe beschäftigen bis zu 10 Mitarbeiter, 40 % zwischen 11 und 50 sowie 10 % mehr als 50 Mitarbeiter.

Auftragsbestand und Geschäftsfelder

Der Auftragsbestand in Wochen ist ein früher Indikator für die künftigen Umsätze eines Unternehmens. Im Vergleich zur vergangenen Konjunkturumfrage ist dieser im Durchschnitt von 11 auf 15 Wochen gestiegen. Die Aufträge kommen dabei größtenteils aus dem Gewerbe (37 %), gefolgt vom wachsenden Markt der Privatkunden (26 %, Vorjahr 16 %), der Industrie (22 %) und der öffentlichen Hand (15 %). Rund 44 % der Befragten installieren bereits Hauswärmepumpen und 22 % haben dies zumindest in der Planung. In 16 % der Betriebe bildet das Wärmepumpengeschäft sogar den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Der Schwerpunkt liegt jedoch bei den meisten Betrieben nach wie vor in der Installation und Wartung von Klimaanlagen (25 %), gefolgt von Gewerbekälteanlagen bei 20 % der Betriebe.

Einschränkungen im Geschäftsbetrieb und Ausbildung

Über 40 % der Betriebe sehen den Fachkräftemangel als Hauptgrund für Einschränkungen im Geschäftsbetrieb. Zudem werden auch Lieferengpässe von Anlagen und Komponenten als wichtige Gründe angeführt. Dies betrifft auch das Geschäft mit Wärmepumpen. Die Kälte-Klima-Fachbetriebe setzen verstärkt auf Ausbildung im eigenen Betrieb, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. 80 % der Betriebe bilden derzeit im gewerblichen Bereich aus. Der aktuelle Lehrlingsbestand im Ausbildungsberuf „Mechatroniker/in für Kältetechnik“ lag 2022 bei 4.649 und damit nur geringfügig unter dem Wert von 4.667 im Jahr 2021 (Quelle: ZDH).

Kältemittel

55 % der Fachbetriebe beziehen weniger als 1 t Kältemittel im Jahr, 35 % zwischen 1 t und 5 t Kältemittel und rund 10 % mehr als 5 t Kältemittel pro Jahr. Die Preise für Kältemittel mit hohem Treibhauseffekt sind im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen – ein Trend, der sich sicherlich fortsetzen wird. Die Preise für F-Gas-freie und Niedrig-GWP-Kältemittel sind nahezu konstant geblieben. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass 12 % der Teilnehmer angaben, dass es Lieferschwierigkeiten für manche Kältemittel gab, z.B. für R404A als aufbereitetes Kältemittel.

Die Fachbetriebe rüsten sich bereits für eine Zeit, in der F-Gase als Kältemittel nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen werden. 63 % der Betriebe berücksichtigen bereits jetzt schon die Auswirkungen der noch in der Novellierung befindlichen F-Gase-Verordnung und der REACH-Verordnung bei der Systemauswahl für Kunden. Viele Betriebe müssen hierfür allerdings noch das Know-how im Umgang mit alternativen Kältemitteln aufbauen. Erst 54 % der Fachbetriebe sehen sich in der Lage, Propananlagen warten und installieren zu können, bei CO2-Anlagen sind es 34 % und bei Ammoniak-Anlagen nur 12 %.

Quelle: VDKF
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