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Dem deutschen Bau steht ein schwieriges Jahr bevor

Laut Statistischem Bundesamt stieg der Umsatz des Bauhauptgewerbes im Januar 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20 %. Dennoch warnt das deutsche Baugewerbe vor einem schwierigen Jahr angesichts der wirtschaftspolitischen Folgen des Ukraine-Krieges und der in den letzten Wochen zunehmend kritischen Versorgungslage

stock.adobe.com/By Andreas Karelias
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 „In einem normalen Jahr wären die Zahlen vielversprechend. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe erreichte in den Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten ca. 5 Mrd. Euro und legte damit um 20% gegenüber dem Vorjahreswert zu. Dabei konnten wir in allen Bausparten zweistellige Zuwächse verzeichnen“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa. „Auch die Orderentwicklung mit einem Plus um gut 9% bestätigte die hohe Nachfrage nach Bauleistungen.“

Die Umsätze in den Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten erreichten im Wohnungsbau 1,38 Mrd. Euro; (+37,6%), im Wirtschaftsbau 2,16 Mrd. Euro; (+12%) und im öffentlichen Bau 1,4 Mrd. Euro; (+18,2%). Damit erreichten die Umsätze ca. 5 Mrd. Euro, eine nominale Steigerung um 20%. Real betrug der Zuwachs 7%.

„Allerdings spiegeln die Januar-Daten nicht die aktuelle Situation wider“, betont Pakleppa. „Infolge des Ukraine-Krieges und der Sanktionen muss die deutsche Bauwirtschaft Lieferschwierigkeiten und dramatische Preiserhöhungen bei essentiellen Baustoffen wie Stahl und Bitumen verkraften. Es droht ein Ausfall von bis zu einem Drittel der hiesigen Bitumen-Versorgung – mit entsprechenden Folgen für den deutschen Straßenbau. Zusätzlich treffen uns als transportintensive Branche die Preisentwicklungen bei Kraftstoffen, Logistik-/Transportleistungen besonders hart. Bauverzögerungen und Baustopps werden auf deutschen Baustellen in der jetzigen Situation immer wahrscheinlicher.“

Der Hauptgeschäftsführer plädiert deshalb für einen Runden Tisch, um gemeinsam die Auswirkungen des russischen Krieges und der damit verbundenen Sanktionen auf die deutsche Bauwirtschaft abzufedern. „Wir wünschen uns schnell ein abgestimmtes Vorgehen von Bau- und Verkehrsministerium gemeinsam mit der Deutschen Bahn, der Autobahngesellschaft und der Bauwirtschaft.“

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