Weiterbildung auf Kölsch

24. Sanitärtechnisches Symposium mit Staffelstabübergabe und Auszeichnung

Aus besonderem Anlass fand das 24. Sanitärtechnische Symposium nicht an der FH Münster, sondern auf dem Tobit Campus in Ahaus statt.

Nach fast 30-jähriger Hochschularbeit und 24 Sanitärtechnischen Symposien verabschiedet sich Professor Franz-Peter Schmickler in den Ruhestand und übergibt den Staffelstab an Professor Carsten Bäcker. Bild: Huss Medien GmbH
Nach fast 30-jähriger Hochschularbeit und 24 Sanitärtechnischen Symposien verabschiedet sich Professor Franz-Peter Schmickler in den Ruhestand und übergibt den Staffelstab an Professor Carsten Bäcker. Bild: Huss Medien GmbH

Das 24. Sanitärtechnische Symposium des Fachbereichs Energie | Gebäude | Umwelt der Fachhochschule Münster widmete sich wie (fast) jedes Jahr seit seines ersten Stattfindens im Jahr 1998 den aktuellen Themen der Sanitärtechnik. Zu diesen gehört inzwischen verstärkt die Entwässerungstechnik, denn sie wird aufgrund zunehmender Klimaextreme wie Starkregen und Dürre künftig einen immer höheren Stellenwert einnehmen. Aus diesem Grund behandeln die ersten Vorträge die Wichtigkeit von Sicherheitsmaßnahmen gegen Überflutung, Überflutungsnachweise sowie verbreiteten Fehlern (und ihrer Vermeidung) bei Dimensoinierung und Auswahl von Rückstausicherungen, Pumpen und Hebeanlagen. 

Diverse Präsentationen drehten sich um die Themen Trinkwasserhygiene, Kalt- und Warmwassertemperaturen, Energieeffizienz und Installationswerkstoffe und folgten damit der Tradition des Symposiums. Was auffiel, war jedoch ein starker Fokus auf Rückblicken und Zusammenfassungen zu den Entwicklungen im Bereich Legionellenforschung und Anforderungen an die Trinkwasserhygiene.

Die Rückschau hatte sicherlich damit zu tun, dass im Mittelpunkt des Symposiums auch der Abschied von Professor Franz-Peter Schmickler stand, der im Februar 2025 in den (teilweisen) Ruhestand ging. Künftig hat Professor Carsten Bäcker die Leitung des Bereichs Energie Gebäude Technik inne. An Danksagungen und Ehrungen für Prof. Schmickler, der 1996 an die Hochschule berufen worden war und zusammen mit Prof. Rickmann das Symposium (damals noch unter anderem Namen) ins Leben gerufen hatte, wurde daher nicht gespart.

BTGA verleiht Professor Schmickler das Rietschel-Diplom

Der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung - BTGA e.V. hat Professor Dr.-Ing. Franz-Peter Schmickler mit dem renommierten Rietschel-Diplom ausgezeichnet. Mit der Ehrung wurden seine besonderen wissenschaftlichen und technischen Verdienste um die TGA-Branche und sein Engagement im BTGA gewürdigt: Professor Schmickler war über 30 Jahre in Forschung und Lehre tätig. Er leitete verschiedene Normen- und Richtliniengremien und berät seit acht Jahren den Fachbereich „Sanitärtechnik" des BTGA. Als ständiger Vertreter der Fachhochschule Münster nimmt er zudem an den Herbstsitzungen des Zentralen Berufsbildungsausschusses des BTGA teil, die gemeinsam mit Abgesandten der Versorgungstechnik lehrenden Hochschulen stattfinden.

„Die Zusammenarbeit mit Professor Schmickler war stets von einer engen und vertrauensvollen Partnerschaft geprägt", sagte der Vorsitzende des BTGA-Fachbereichs Jan Heckmann bei der Verleihung. „Aber nicht nur als Mitgestalter der Sanitärtechnischen Symposien, sondern vor allem als Mensch und Wissenschaftler hat er uns mit seiner Expertise, seinem Engagement und seinem Humor bereichert." Mit Leidenschaft und Hingabe habe Professor Schmickler 24-mal das Symposium geprägt. Als ideeller Träger unterstützt der BTGA seit neun Jahren das Sanitärtechnische Symposium.

Jan Heckmann (l.) überreicht Professor Schmickler das Rietschel-Diplom. Bild: Huss Medien GmbH
Auf dem 24. Sanitärtechnischen Symposium zeichnete der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung - BTGA e.V. Professor Dr.-Ing. Franz-Peter Schmickler mit dem renommierten Rietschel-Diplom aus. Überreicht wurde das Rietschel-Diplom vom Vorsitzenden des BTGA-Fachbereichs "Sanitärtechnik", Dipl.-Ing. Jan Heckmann. Bild: Huss Medien GmbH

Das Diplom ist nach Hermann Rietschel benannt, der 1885 an der TU in Berlin das weltweit erste Institut für Heizungs- und Lüftungseinrichtungen gründete. Die Auszeichnung stammt von der Rietschel-Stiftung, die der VCI - Verband der Centralheizungs-Industrie e.V. im Jahr 1924 gründete. Als Nachfolger führt der BTGA diese Stiftung fort und ehrt mit dem Rietschel-Diplom Persönlichkeiten, die sich mit ihren besonderen wissenschaftlichen, technischen, wirtschaftlichen oder organisatorischen Leistungen um die Branche verdient gemacht haben.

Abschied auf Kölsch

Der Abschied von und für Prof. Schmickler, der aus Köln stammt, wurde durch eine Abendveranstaltung mit Konzert ergänzt, die sich an das Symposium anschloss. Auf Einladung der Ehefrau des Professors waren die Bläck Föös aus Köln erschienen, die die Familie des Professors ebenso wie der Teilnehmenden des Symposiums mit Hits in Mundart aus ihrer 60-jährigen Karriere unterhielten. 

Die Kölner Band Bläck Föös spielt zum Abschied von Prof. Schmickler. Bild: Huss Medien GmbH
Die Bläck Föös aus Köln spielen im Tobit Town Gebäude in Ahaus. Bild: Huss Medien GmbH

(Sc)

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