14. Mai: Tag der Städtebauförderung

Unter dem Motto „Wir im Quartier“ feiern deutsche Städte und Gemeinden am 14. Mai 2022 den Tag der Städtebauförderung.

Wir im Quartier: Bundesweiter Tag der Städtebauförderung am Samstag, 14. Mai 2022 mit Bundesbauministerin Klara Geywitz in Rostock. Quelle: stock.adobe.com/dk-fotowelt
Wir im Quartier: Bundesweiter Tag der Städtebauförderung am Samstag, 14. Mai 2022 mit Bundesbauministerin Klara Geywitz in Rostock. Quelle: stock.adobe.com/dk-fotowelt

Über 565 Städte und Gemeinden zeigen anlässlich des Aktionstages, wie sie mit Mitteln der Städtebauförderung und unter Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger attraktive Quartiere, Stadt- und Ortsteilzentren schaffen und ein gutes Zusammenleben in lebendigen Nachbarschaften fördern. Der Aktionstag zeigt zudem, wie einzelen, an der Entwicklung der eigenen Stadt und Gemeinde mitwirken können.

Der Tag der Städtebauförderung ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städtetag und Deutschem Städte- und Gemeindebund. Er findet einmal im Jahr statt – 2022 erstmals seit Pandemiebeginn wieder mit einer zentralen Auftaktveranstaltung in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.

Dort werden Bundesbauministerin Klara Geywitz, Christian Pegel, Bauminister Mecklenburg-Vorpommerns, und Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen den neuen Bürgerpark Toitenwinkel einweihen, der mit Mitteln der Städtebauförderung in dem 14.000 Menschen zählenden Stadtteil entstand - ein attraktiver öffentlicher Ort für Sport, Spiel und Begegnung, den die Bewohnerinnen und Bewohner Rostocks selbst durch ihre Ideen mitgestaltet haben.

Klimaschutz, Klimaanpassung und Wohnungsbau

„Unsere Städte und Kommunen stehen vor immensen Herausforderungen", sagt Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. "Ob es um bezahlbares Wohnen, den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel oder die Integration neuer Nachbarn geht, mit der Städtebauförderung wird sozialer Zusammenhalt in ganz Deutschland gestärkt. Als Bund unterstützen wir mit unseren Programmen ganz konkret da, wo Transformationsprozesse die Kommunen belasten. Vielerorts können wir zu Recht stolz auf die gut erhaltene Bausubstanz und lebendige Zentren sein. Ohne die Städtebauförderung wäre vieles davon verloren gegangen. Für den sozialen Zusammenhalt in unserem Land braucht es sie mehr denn je.“

„Gerade die Städtebauförderung ist in hervorragender Weise geeignet, die vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit anzupacken", sagt Nicole Razavi, Vorsitzende der Bauministerkonferenz und Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen des Landes Baden-Württemberg: Die Aktivierung von Flächen für dringend benötigten Wohnraum, die attraktive Gestaltung von öffentlichen Flächen zur Aufwertung der Innenstädte oder die breite Unterstützung Privater bei der Sanierung ihrer Häuser, um diese energetisch zukunftsfähig zu machen. Die Bewältigung der Folgen des Klimawandels ist ebenfalls eines der zentralen Themen."

Städtebauförderung des Bundes und der Länder

Seit 1971 ist die Städtebauförderung als gemeinschaftliche Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen ein erfolgreiches innen- und kommunalpolitisches Instrument und wichtige Finanzierungsgrundlage der städtischen Erneuerung. Sie unterstützt die Kommunen dabei, den baulichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen zu begegnen. 12.100 Gesamtmaßnahmen wurden im Zeitraum von 1971 bis 2021 gefördert – in rund 4.000 Kommunen bundesweit. Allein der Bund hat seit 1971 ca. 19,6 Mrd. Euro investiert und auch 2022 sind erneut 790 Mio. Euro Bundesmittel vorgesehen.

Lebenswerte Quartiere gestalten

Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützt Städte und Gemeinden dabei, öffentlichen Raum und gebaute Umwelt an neue und sich ändernde Bedarfe anzupassen. Ziel sind resiliente städtebauliche Strukturen in wachsenden und in schrumpfenden Städten und Gemeinden aller Größenordnungen. Im Sinne einer nachhaltigen Erneuerung finden zudem umweltbezogene und ökologische Aspekte wie die Klimafolgenanpassung besondere Berücksichtigung. Das Programm setzt einen Schwerpunkt auf die Entwicklung neuer Quartiere auf Brach- und Konversionsflächen und auf die Ermöglichung von Wohnungsbau.

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