Mit eingesparten Energiekosten neue Energieeffizienztechnologie ermöglichen

Essens Umweltdezernentin Simone Raskob und Matthias Nerger, Referatsleiter im NRW-Wirtschaftsministerium, drückten Ende Juni gemeinsam mit Hubert Dierkes von der Siemens AG Essen sowie Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, auf den roten Knopf – sie vollzogen damit symbolisch den letzten Akt der energetischen Sanierung des Rathauses in Essen.

Essens Umweltdezernentin Simone Raskob (vorn Mitte) und Matthias Nerger, Referatsleiter im NRW-Wirtschaftsministerium (hinten rechts), drückten gemeinsam mit Hubert Dierkes, Niederlassungsleiter von der Siemens AG Essen (hinten links) sowie Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW (vorn links), auf den roten Knopf – sie vollzogen damit symbolisch den letzten Akt der energetischen Sanierung des Rathauses in Essen. Quelle: EnergieAgentur.NRW/Klaus Voit
Essens Umweltdezernentin Simone Raskob (vorn Mitte) und Matthias Nerger, Referatsleiter im NRW-Wirtschaftsministerium (hinten rechts), drückten gemeinsam mit Hubert Dierkes, Niederlassungsleiter von der Siemens AG Essen (hinten links) sowie Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW (vorn links), auf den roten Knopf – sie vollzogen damit symbolisch den letzten Akt der energetischen Sanierung des Rathauses in Essen. Quelle: EnergieAgentur.NRW/Klaus Voit

Das aus dem Jahr 1979 stammende Verwaltungshochhaus der Stadt hat im Rahmen einer umfangreichen energetischen Sanierung u. a. eine moderne Lüftungsanlage erhalten. Die Sanierung wurde von der Stadt Essen als Energiespar-Contracting umgesetzt. Das bedeutet, die Investitionen refinanzieren sich durch die verringerten Energiekosten. Die berechnete Einsparung wird durch Siemens über zehn Jahre garantiert. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von über 10 Mio. € bei eingesparten Energiekosten von 1 Mio. € jährlich gegenüber den Altanlagen, wurde mit der Siemens AG während des laufenden Bürobetriebs in einer Umbauzeit von nur 12 Monaten umgesetzt. Die Finanzierung der Maßnahmen übernimmt die Stadt Essen mit Hilfe von Fördergeldern selbst. Die EnergieAgentur.NRW war im Rahmen einer Initialberatung am Zustandekommen des Projekts beteiligt.

„Rund ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland wird derzeit verursacht, um Gebäude zu beheizen. Der Endenergieverbrauch allein für die Gebäudewärme belief sich 2015 auf 780 TWh. Für erfolgreichen Klimaschutz ist es daher von hoher Bedeutung, Energie in Gebäuden effizienter einzusetzen und die damit verbundenen CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren“, betonte Referatsleiter Matthias Nerger vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, die Bedeutung des Essener Projekts.

Der Bestand von Nichtwohngebäuden ohne Industrie beläuft sich in Deutschland auf 2,7 Mio. NWG, die – nach Zahlen der Deutschen Energieagentur – 37 % des gesamten Gebäudeenergieverbrauchs in Deutschland verantworten. Nerger: „Die Ausgangslage lässt sich einfach zusammenfassen: Es gibt viele Gebäude mit großen beheizten, klimatisierten und beleuchteten Flächen. Gleichzeitig sind Gebäudetechnik und Gebäudehülle alt und viel zu selten auf dem Stand der Technik. Das Beispiel des Rathauses Essen beweist, wie sich die großen Klimaschutzpotenziale ökonomisch sinnvoll erschließen lassen und gleichzeitig den Beschäftigten und den Besuchern ein attraktives und modernisiertes Gebäude geboten wird“.

Die Investitionen in Höhe von mehr als 10 Mio. € wurden zu 90 % aus Mitteln des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes gedeckt. Die EnergieAgentur.NRW hat dieses Contracting-Projekt durch eine Erstberatung angestoßen und den weiteren Prozess beratend begleitet. „Contracting hat sich in den vergangenen Jahren als ein bewährtes Instrument zur Finanzierung von Sanierungsprojekten erwiesen. Das Marktvolumen für Energie-Contracting belief sich 2016 bundesweit auf rund 7,7 Mrd. €. Contracting bietet die Möglichkeit, externe Kompetenzen je nach Kundenbedarf, Branche und Situation individuell einzusetzen“, so Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.

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