Brandschutz, Löschanlagen

Server- und Schaltschränke sicher schützen

Feuer in elektrischen und IT-Einrichtungen zählen zu den häufigsten Brandursachen. Ein Basisschutz kann die Brandausbreitung verhindern.

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Löschanlagen für Serverräume Bild: Gloria GmbH
Löschanlagen für Serverräume Bild: Gloria GmbH

Eine Information der Gloria GmbH, Wadersloh

Im Zuge der Digitalisierung und Automatisierung nahezu aller Industriebereiche findet man selbst in kleinen Handwerksunternehmen und produzierenden Betrieben jedweder Art Server- bzw. Schaltschränke, die mit sensibler Technik ausgestattet sind und die Fertigung am Laufen halten.

Die Technikdichte hat in den letzten 20 Jahren immens zugenommen. „Die Bedeutung moderner IT- und Steuerungslösungen wird uns jedoch oft erst dann bewusst, wenn sie ausfallen. Ein Grund für die Unterbrechung der Betriebsabläufe ist nicht selten ein Brand, der durch Hitzeentwicklung, Funkenflug oder ähnliches ausgelöst wird“, erklärt Hans-Peter Dippong, Vertriebstechniker im Ressort Feuerlöschsysteme bei der Gloria GmbH.

Zwar sind die sensiblen Daten in der Regel gesichert und in vielen Fällen redundant ausgelegt, dennoch können Feuer in der IT-Anlage für Ausfallzeiten in Betrieben und finanzielle Einbußen sorgen. Darüber kann sich ein Brand auf weitere Betriebsbereiche ausbreiten, erheblichen Schäden verursachen und im schlimmsten Fall die Existenz eines Unternehmens gefährden.

Basisschutz mit CO2

Handwerksbetriebe und kleine bis mittelgroßen Planungsbüros, die einen speziellen Bedarf an entsprechend dimensionierten Brandschutzlösungen für ihre Netzwerkschränke haben, bietet die Gloria GmbH Löschsysteme des Typ KS 2 OS-FD und KS 5 OS-FD und Löschanlagen im 19“ Format.

KS 5 OS-FD
CO2-Löscher KS 5 OS-FD Bild: Gloria GmbH

Existiert in einem Produktionsumfeld lediglich ein einzelner Schaltschrank, wäre eine übergeordnete Raumlöschanlage zur Löschung des technischen Equipments i.d.R. überdimensioniert. Die Kohlendioxid-Objektschutz-Löschanlage mit automatischer Auslösung basiert auf dem Prinzip der Sauerstoffverdrängung durch CO2. Das System ist einfach zu installieren, robust und langlebig und verzichtet bei der Auslösung gänzlich auf Fremdenergie. Die Löschanlage kann von versierten Anwendern auch eigenständig im Rack integriert werden. Die vergleichsweise kostengünstigen Variante deckt einen Schutzbereich von bis zu 5 m3 ab und überbrückt die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Sie arbeitet mit einem im Serverschrank verlegten Detektionsschlauch, der bei Erreichen einer Temperatur von 100 °C im zu schützenden Bereich platzt und das Löschgas freisetzt. Der Brand wird so zielgenau bekämpft. Dieser Basisschutz ist für kleine Anwendungen und einfache Sicherheitsansprüche geeignet, bei denen es ausschließlich um das Stoppen des Feuers geht, damit keine weiteren Bereiche in Mitleidenschaft gezogen werden.

Fluten, bevor es brennt

Sollen auch die sensiblen Technikteile im Inneren des Schaltschrankes ohne Schäden bleiben, bietet sich der Einsatz einer 19“ Löschanlage an, die ähnlich wie ein Server im Schrank integriert werden kann. Dieses System, das als Typ FLA-0,7 oder FLA-1,5 in zwei verschiedenen Ausführungen erhältlich ist, löscht ebenfalls mit CO2 oder Argon.

Automatische CO2-Feuerlöschanlage
Automatische CO2-Feuerlöschanlage 19"-FLA Bild: Gloria GmbH

Die Detektion erfolgt hier mit Hilfe eines integrierten Rauchmelders, der Aerosole unmittelbar erkennt und die Flutung des bis zu 2 m3 umfassenden Schutzbereiches einleitet, bevor der Brand überhaupt entsteht. Gleichzeitig sorgt das integrierte Steuergerät für die Abschaltung definierter Komponenten. Das System löscht rückstandsfrei und erhält sicher die Funktionen der zu schützenden Technik. Bei Bedarf kann diese Lösung auch mit der übergeordneten Brandmeldezentrale gekoppelt werden, so dass automatisch eine Alarmierung stattfindet und weitere Schritte eingeleitet werden können.

Die Auslegung der Löschanlagen erfolgt anhand einer Evaluierung seitens des Herstellers, die anhand der VdS-Löschmittelberechnung im Bereich Schaltschranklöschanlagen erfolgt. Die Systeme in unterschiedlichen Größen orientieren sich am Volumen des jeweiligen Schutzbereiches.

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