Erstes Viessmann Fachforum Kraft-Wärme-Kopplung

Erstes Viessmann Fachforum Kraft-Wärme-Kopplung

Zum Erreichen einer zukunftsfähigen und bezahlbaren Energieversorgung ist neben der verstärkten Nutzung der regenerativen Energien vor allem die Steigerung der Energieeffizienz von entscheidender Bedeutung. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zu, einer Effizienz-Technologie mit einem besonders großen Potenzial, die seit Jahren verstärkt Marktzuwächse verzeichnet.

Podiumsdiskussion mit Experten auf dem ersten Fachforum KWK von Viessmann

Zum Erreichen einer zukunftsfähigen und bezahlbaren Energieversorgung ist neben der verstärkten Nutzung der regenerativen Energien vor allem die Steigerung der Energieeffizienz von entscheidender Bedeutung. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zu, einer Effizienz-Technologie mit einem besonders großen Potenzial, die seit Jahren verstärkt Marktzuwächse verzeichnet.

Um Marktpartnern eine umfassende KWK-Informationsplattform zu bieten, hat Viessmann das Forum Kraft-Wärme-Kopplung ins Leben gerufen, das am 25. und 26. Oktober erstmals in der Viessmann Akademie in Allendorf (Eder) stattfand.

Hochrangige Experten aus Politik, Industrie und der Energieversorgungsbranche waren als Referenten zu Gast und brachten die 150 Teilnehmer des Forums auf den neuesten Stand.

KWK-Kompetenz des Unternehmens vorgestellt

Nach der Begrüßung durch Viessmann Verwaltungsratsmitglied Stefan Heer stellte zunächst Dr. Thomas Rappen, Leiter Zentrale Anlagentechnik, die Kompetenz des Unternehmens bei Blockheizkraftwerken und Biomasseheizkraftwerken im größeren Leistungsbereich vor und verdeutlichte, welch große Perspektiven die Kraft-Wärme-Kopplung dem Anlagengeschäft bietet. Marco Ohme, Leiter Bioenergiedörfer und -Systeme, erläuterte, wie die Kraft-Wärme-Kopplung in Bioenergiedörfern genutzt wird und welche Vorteile sich daraus für Bürger und Kommunen ergeben.

Aus Berlin war Franzjosef Schafhausen, Ministerialdirigent im Bundesumweltministerium, angereist. Schafhausen berichtete in seinem Vortrag über die Eckpunkte des KWK-Gesetzes und machte klar, dass die Kraft-Wärme-Kopplung für das Erreichen der energie-und klimapolitischen Ziele in Deutschland eine wichtige Rolle spielt.

Virtuelles Kraftwerk der Stadtwerke München

Gerd-Dieter Krieger, stellvertretender Geschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, gab eine aktuelle Marktübersicht und wagte einen Ausblick in die Zukunft. Im Anschluss an seinen Vortrag stellte Barnabas Kittlaus von den Stadtwerken München das virtuelle Kraftwerk der Stadtwerke vor. Es schaltet dezentral verteilte Stromerzeugungs-Anlagen, elektrische Verbraucher sowie vorhandene Energiespeicher zu einem intelligenten Energiesystem zusammen. Stromerzeugung und Stromverbrauch können so optimal gebündelt und aufeinander abgestimmt werden, um langfristig einen hohen Anteil erneuerbarer Stromerzeugung zu ermöglichen und auch die kleineren Einheiten an den Strommärkten teilnehmen zu lassen.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten bieten sich für die Kraft-Wärme-Kopplung auch im Geschosswohnungsbau. Über Ansätze, wie dieses Potenzial zu heben ist, sprach Franz Wild vom Bauteam Tretzel - Gesellschaft für Architektur und Immobilienmanagement.

Jens Dammer, Leiter Vertrieb und Energieeinkauf bei der erdgas Schwaben GmbH, referierte über Vertriebschancen und Vermarktungsstrategien für Kraft-Wärme-Kopplung im Contracting. So stellte er die verschiedenen Formen des Contractings vor und zeigte beispielhaft Projekte auf, bei denen alle Marktpartner vom Contracting profitiert haben.

Strategisches Nachhaltigkeitsprojekt „Effizienz Plus"

Das strategische Nachhaltigkeitsprojekt der Viessmann Group, „Effizienz Plus", präsentierte Markus Böhm. Böhm ist der Energiemanager des Unternehmens sowie Geschäftsführer der zur Viessmann Group gehörenden Etanomics GmbH. Mit „Effizienz Plus" tritt Viessmann den Beweis an, dass die energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung für 2050 kurzfristig mit marktverfügbarer Technik erreichbar sind (Reduzierung des Primärenergieverbrauchs gegenüber 2008 um 50 %, Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auf 60 % sowie Verringerung des C0²-Ausstoßes um 80 %, jeweils bezogen auf den Wert von 1990). Für das Projekt ist Viessmann mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2009 in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Produktion" sowie mit dem Energy Efficiency Award 2010 ausgezeichnet worden. Darüber hinaus erhielt Viessmann 2011 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Marke".

Nach den Vorträgen bestand Gelegenheit, Fragen an die Experten zu richten. Die Teilnehmer machten davon rege Gebrauch; moderiert wurde das Forum und die Diskussionsrunde von Branchenkenner Dr. Jan Mühlstein, stellvertretender Chefredakteur der Fachzeitschrift „Energie & Management".