EPEE-Whitepaper Nachhaltige Kühlsysteme

EPEE-Whitepaper Nachhaltige Kühlsysteme

Am 05. November veröffentlichte die European Partnership for Energy and the Environment (EPEE) auf dem 31. UNO-Treffen der Vertragsparteien des Montreal-Protokolls (MOP) zu ozonschädigenden Substanzen in Rom das Whitepaper “Count on Cooling: A five-step approach to deliver sustainable cooling”.

Klimanalagen an der Außenseite eines Gebäudes (Foto: Korn V./stock.adobe.com)
Klimanalagen an der Außenseite eines Gebäudes (Foto: Korn V./stock.adobe.com)

Aufgrund von Klimawandel und fortschreitender Urbanisierung wird das Thema Kühlung wird in den kommenden Jahrzehnten signifikant an Bedeutung gewinnen, heißt es in einer Presseerklärung der EPEE. Kühlung wird benötigt für Gesundheitsvorsorge, Ernährungssicherheit, Produktivität und Komfort und trägt entscheidend dazu bei, die UNO-Nachhaltigkeitsziele Gesundheit (SDG3), Hungerbekämpfung (SDG2), wirtschaftliches Wachstum (SDG8), nachhaltige Städte (SDG11) sowie weitere zu erreichen.

„Der wachsende Einsatz von Kühlungssystemen könnte zu steigendem Energieverbrauch und weiteren Klimagasemissionen führen und zudem die Stromnetze extrem belasten“, warnte Andrea Voigt, Generaldirektorin der EPEE, bei der Präsentation des Whitepapers. Es gebe jedoch zahlreiche Möglichkeiten, den Nutzen der Kühlung zu maximieren und gleichzeitig Emissionen und Spitzenbelastungen der Netze zu vermeiden.

Das EPEE Whitepaper stellt einen 5-Schritte-Ansatz für nachhaltige Kühlsysteme und Klimaanlagen vor:

  1. die Notwendigkeit für Kühlung optimieren
  2. Energie- und Ressourceneffizienz von Kühlsystemen verbessern
  3. Klimaauswirkungen von Kühlmitteln abmildern
  4. Investitionskosten für hocheffiziente Kühlsysteme minimieren
  5. Übergang zu erneuerbaren Energien mit Integration von heiz- und Kühlsystemen für Gebäude und Kommunen  

Es umreißt Risiken, Chancen und Herausforderungen sowie Beispiele für Schritte, die innerhalb existierender EU-Rahmenwerke bereits unternommen werden.

Voigt zufolge gibt es keinen Mangel an Innovation oder Technologien. Wichtig sei, ein Bewusstsein für Dinge zu wecken, die im Bereich nachhaltiger Kühlung heute schon getan werden können. Das Thema Kühlung müsse Teil der nationalen Energie- und Klimapolitik sowie von Langzeitstrategien werden. „Kühlsysteme können zu einem klimaneutralen Europa beitragen, doch ihr Potenzial ist noch nicht voll erkannt worden.“ Dies müsse sich ändern.

Die neu aufgesetzte Webseite countoncooling.eu wird laufend mit Fallstudien ergänzt und liefert weitere Informationen zu Kernrolle des Kühlsektors beim Erreichen der Klimaneutralität in Europa und der Vermeidung der Klimakrise.