Bäder müssen keine Kostenfalle sein

Schwimmbäder stellen für Kommunen meist ein erhebliches Zuschussgeschäft dar. Grund sind nicht zuletzt die steigenden Energiepreise. Mit einem neuen Leitfaden gibt die EnergieAgentur.NRW Kommunen, Planern und Betreibern von Schwimmbädern eine Anleitung an die Hand, um die in einem Bad typischen Energiesparpotenziale auszuschöpfen.

Es gilt zudem die Energiekosten systematisch zu erfassen und sie zu reduzieren und damit einen Beitrag zu leisten, Schwimmbäder für die Öffentlichkeit zu erhalten.

Der Leitfaden mit dem Titel „Klimaschutz made in NRW: Energieeffizienz in Schwimmbädern“ widmet sich ausführlich den typischen „Problemzonen“ - von der Bauphysik und Gebäudehülle bis zur Gebäudeleittechnik. „Gerade bei der Optimierung der Gebäudeleittechnik gibt es keine Lösungen von der Stange. Hier ist in vielen Fällen die Zusammenarbeit von Planungsbüros und Betriebspersonal erforderlich, denn die Technik muss über einen langen Zeitraum individuell dem Betrieb im jeweiligen Bad angepasst werden“, erklärt der Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, Lothar Schneider.

Für jeden Badegast zahlen die Städte nach einer Statistik des Steuerzahlerbundes im Landesdurchschnitt einen Zuschuss von 7,07 €.

Die Folge spüren die Badefreunde landauf, landab: Immer mehr Schwimmbäder werden angesichts knapper Gemeindekassen geschlossen. Schneider: „Die Steigerung der Energieeffizienz von Schwimmbädern hat deshalb ganz konkrete Auswirkungen auf den Erhalt der Stadt als Lebensraum mit hoher Qualität. Schwimmbäder dienen schließlich nicht bloß dem Vergnügen. Zum Beispiel sind Lehrschwimmbäder unerlässlich für das soziale Miteinander in Schulen und Vereinen, sie sind auch Orte, an denen öffentliches Leben stattfindet“.

Die Steigerung der Energieeffizienz ist erklärtes Ziel der Landesregierung. Klimawandel in Verbindung mit der Endlichkeit der fossilen Energieträger zwingen zur globalen Transformation der Energiewirtschaft. „In Nordrhein-Westfalen begegnen wir den klimapolitischen Herausforderungen mit dem Klimaschutzgesetz. Vom Klimaschutzgesetz versprechen wir uns, bis 2020 die Treibhausgasemissionen um 25 Prozent zu senken, bis 2050 sogar um 80 bis 95 Prozent“, so Schneider. Die ehrgeizige Zielvorgabe heißt: Minderung der CO2-Emissionen bis 2020 um jährlich 81 Mio. t im Vergleich zum Jahr 2005.

Weitere Infos und Bestellung über die Internetseite der EnergieAgentur.NRW: www.energieagentur.nrw.de (Info&Service)

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