In Alten- und Pflegeheimen Energiesparpotenzial nutzen
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert fachlich und finanziell mit über 182.000 Euro ein Projekt des Stuttgarter Steinbeis Forschungsinstituts für solare und zukunftsfähige thermische Energiesysteme (Solites) zum sparsamen Umgang mit Energie in Heimen. „Unser Ziel ist es, den Energieverbrauch um mindestens 15 Prozent zu senken“, sagt Projektleiter Thomas Pauschinger vom Solites.
„Es ist uns wichtig, das Thema Energie auf eine positive Art in den Heimalltag einzubringen, statt belehrend oder mahnend aufzutreten“, sagt Verena Exner, DBU-Referatsleiterin für Umweltkommunikation und -management in der mittelständischen Wirtschaft. Zur Zielgruppe gehören die Heimleitungen und Mitarbeiter, aber auch die Bewohner und Besucher.
Transparente Verbrauchsdaten sollen zum Mitdenken animieren
Verbesserungen im Energiemanagement beträfen vor allem die Leitungsebene der Heime. Dazu gehöre das Erfassen, transparente Aufarbeiten und Nutzen von Verbrauchsdaten. Pauschinger: „Ein noch stärker energiebewusstes Verhalten kann in der gesamten Pflege sowie in der Küche, Wäscherei und Haustechnik, etwa durch das richtige Nutzen der Wärmewagen und Kühlaggregate, zu Verbesserungen führen“.
Weitere Bestandteile des Konzepts seien ein neu zu entwickelndes Internetportal sowie betriebsinterne Schulungen. Auf dem Online-Portal sollen die Energieverbrauchsdaten von Heimen transparent aufgearbeitet und zugänglich gemacht werden, um sie für Verbesserungen nutzen zu können.
An der Entwicklungsphase sind acht kommunale, private und kirchliche Heimeinrichtungen aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen beteiligt. Trägerorganisationen sind private Anbieter sozialer Dienste, die Altenhilfe der Kaiserswerther Diakonie, der Caritasverband Duisburg und die Landeshauptstadt Stuttgart. Das langfristige Ziel besteht jedoch darin, das übertragbare Konzept flächendeckend bundesweit zu verbreiten.













