In Alten- und Pflegeheimen Energiesparpotenzial nutzen

In Deutschland gibt es über 12.000 Alten- und Pflegeheime, in denen 800.000 ältere und pflegebedürftige Menschen wohnen. Ein Forschungsprojekt der Europäischen Union hat ergeben, dass im deutschen Pflegesektor mit einem besseren Energiemanagement, energiebewusstem Verhalten und einer Betriebsoptimierung bis zu 1,5 Mio. t CO2 pro Jahr eingespart werden könnten. Hier schlummert ein großes Sparpotenzial als Beitrag zum Klimaschutz.

In Deutschland gibt es über 12.000 Alten- und Pflegeheime. Durch ein DBU-Projekt soll jetzt an einzelnen Modellbeispielen der Energieverbrauch deutlich verringert werden.
In Deutschland gibt es über 12.000 Alten- und Pflegeheime. Durch ein DBU-Projekt soll jetzt an einzelnen Modellbeispielen der Energieverbrauch deutlich verringert werden.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert fachlich und finanziell mit über 182.000 Euro ein Projekt des Stuttgarter Steinbeis Forschungsinstituts für solare und zukunftsfähige thermische Energiesysteme (Solites) zum sparsamen Umgang mit Energie in Heimen. „Unser Ziel ist es, den Energieverbrauch um mindestens 15 Prozent zu senken“, sagt Projektleiter Thomas Pauschinger vom Solites.
„Es ist uns wichtig, das Thema Energie auf eine positive Art in den Heimalltag einzubringen, statt belehrend oder mahnend aufzutreten“, sagt Verena Exner, DBU-Referatsleiterin für Umweltkommunikation und -management in der mittelständischen Wirtschaft. Zur Zielgruppe gehören die Heimleitungen und Mitarbeiter, aber auch die Bewohner und Besucher.

Transparente Verbrauchsdaten sollen zum Mitdenken animieren
Verbesserungen im Energiemanagement beträfen vor allem die Leitungsebene der Heime. Dazu gehöre das Erfassen, transparente Aufarbeiten und Nutzen von Verbrauchsdaten. Pauschinger: „Ein noch stärker energiebewusstes Verhalten kann in der gesamten Pflege sowie in der Küche, Wäscherei und Haustechnik, etwa durch das richtige Nutzen der Wärmewagen und Kühlaggregate, zu Verbesserungen führen“.
Weitere Bestandteile des Konzepts seien ein neu zu entwickelndes Internetportal sowie betriebsinterne Schulungen. Auf dem Online-Portal sollen die Energieverbrauchsdaten von Heimen transparent aufgearbeitet und zugänglich gemacht werden, um sie für Verbesserungen nutzen zu können.
An der Entwicklungsphase sind acht kommunale, private und kirchliche Heimeinrichtungen aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen beteiligt. Trägerorganisationen sind private Anbieter sozialer Dienste, die Altenhilfe der Kaiserswerther Diakonie, der Caritasverband Duisburg und die Landeshauptstadt Stuttgart. Das langfristige Ziel besteht jedoch darin, das übertragbare Konzept flächendeckend bundesweit zu verbreiten.

Printer Friendly, PDF & Email
14.01.2026
Heizkostenprognose 2025
Aufgrund der kälteren Außentemperaturen in der Heizperiode 2025 – im Schnitt war es 2025 kälter als 2024 – werden die Gesamtkosten für das Heizen laut einer aktuellen Prognose von Techem im Mittel um...
24.02.2026
co2online
Wie hoch ist der Stromverbrauch in Haushalten mit eigener Photovoltaikanlage wirklich – mit oder ohne E-Auto bzw. Wärmepumpe? Der neue Stromspiegel von co2online gibt jetzt eine Antwort darauf.
09.04.2026
IFH/Intherm: PAW
Im Mittelpunkt des Messeauftritts von PAW stehen bewährte Produktlösungen, die konsequent weiterentwickelt wurden. Dazu zählt unter anderem die Ventilserie PV3, die speziell für den Einsatz in...
11.02.2026
DGNB
Die neue Version des DGNB Zertifizierungssystems für Gebäude im Betrieb wurde mit den neuesten regulatorischen Anforderungen wie der EU-Taxonomie harmonisiert.
22.01.2026
DGNB
Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen arbeitet an einer Adaption des Schweizer REMMS-Systems zur Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden und Portfolios für Deutschland.
19.11.2025
Fraunhofer Energiesystemanalyse
Optimierte Investitionen in die EU-Energieinfrastrukturen der EU könnten viel Geld sparen und bis 2050 ein resilientes Energiesystem sicherstellen helfen. Dies zeigt eine neue Studie.