Mit automatisiertem Sonnenschutz Energie sparen
Mithilfe von smarter Hausautomation lässt sich ein angenehmes Raumklima erzeugen und gleichzeitig Energie für Wärme und Strom sparen. Der automatisierte Sonnenschutz spielt dabei eine wesentliche Rolle.
„Wer innen- und außenliegende Sonnenschutzprodukte mit intelligenten Steuerungen bisher als reine Verschattungsmöglichkeit und attraktive Gestaltungselemente betrachtet hat, unterschätzt deren vielfältige Wirkungsweise. Denn mit ihrem individuellen Sonnenlichtmanagement leisten sie einen messbaren Beitrag zur Energieeffizienz von Gebäuden“, erläutert Ulrich Lang, Experte für Bauphysik und Energieeffizienz bei Warema.
Kühl- und Heizenergie einsparen
Mit der richtigen Kombination von Fenster und automatisiertem Sonnenschutz lassen sich im Vergleich zu Fenstern ohne Sonnenschutz laut einer aktuellen Studie der Industrievereinigung Rollladen-Sonnenschutz-Automation (IVRSA) zufolge, bis zu 50 Prozent Kühlenergie und bis zu 30 Prozent Heizenergie einsparen.
Würde man in Deutschland den gesamten Wohngebäudebestand mit der perfekten Kombination von Fenstern und automatisiertem Sonnenschutz ausstatten, wären die Heizenergieeinsparungen vergleichbar mit der jährlichen Energieproduktion von ungefähr zwei mittleren Atomkraftwerken. Bis zu sechs Millionen Tonnen CO2-Emissionen ließen sich im Vergleich zum Gebäudebestand ohne automatisierten Sonnenschutz dabei vermeiden, so das Ergebnis der IVRSA-Studie.
„Weniger bekannt und etwas überraschender ist vielleicht, dass sich neben Wärme- und Kühlenergie auch Strom für die Beleuchtung sparen lässt. So ermöglicht nach unseren Berechnungen ein Sonnenschutz mit Lamellen zusammen mit einer guten automatisierten Steuerung Energieeinsparungen für Kunstlicht um mindestens 20 Prozent. Mit der Lamellennachführung werden die Lamellenwinkel so weit geöffnet, dass kein direkter Sonnenstrahl ins Innere gelangen kann. Gleichzeitig kommt möglichst viel diffuses Tageslicht durch die teilweise geöffneten Lamellen herein. Dadurch muss für die Beleuchtung deutlich weniger Kunstlicht eingeschaltet werden“, sagt Ulrich Lang.
Optimale Energieeinsparung
Und so funktioniert dies: Im Winter wird die Strahlung der Sonne tagsüber in die Räume geleitet, um diese zu erwärmen. Die Wärmedämmung wird nachts durch die Luftpolster zwischen dicht schließendem außenliegendem Sonnenschutz, zum Beispiel Rollladen, und Fenster, erhöht. So kann die Wärme nicht nach draußen entweichen. Der Sonnenschutz verhindert im Sommer tagsüber das ungewollte Aufheizen der Räume.
Der außenliegende Sonnenschutz ist hierbei besonders effizient, da er die Sonnenstrahlen schon vor der Scheibe abfängt. Außenjalousien, im Fachjargon Raffstoren, erlauben in der Nacht das Öffnen der Fenster zum Lüften bei gleichzeitigem Sichtschutz. Automatisierte Steuerungssysteme wie das bidirektionale Funksystem WMS von Warema, das sich auch bequem per App bedienen lässt, sind entscheidend für die optimale Energieeinsparung. Die Automatik ist feinfühliger und reagiert schneller als der Mensch selbst. Der automatisierte Sonnenschutz reagiert selbsttätig und rechtzeitig auf Temperatur- und Klimaveränderungen.
Sonnenstrahlen einfangen und reflektieren
Der innenliegende Sonnenschutz gehört zudem auch zu einem effizienten System. Der Raum lässt sich mit einem hellen, hochreflektierenden Behang, zum Beispiel bei Rollos oder Faltstores blendfrei mit Tageslicht erhellen, während die Sonnenstrahlen nach außen zurückgeworfen werden. Der Wärmeeintrag der Sonne kann so im Vergleich zu einer Verglasung um bis zu 60 Prozent reduziert werden. Im Winter unterstützt ein dunkler Behang die Heizung, da er die Sonnenstrahlen absorbiert und so den Wärmeeintrag erhöht. Zudem lässt er weniger Tageslicht ins Innere.














