Schleswig-Holstein treibt Energie- und Klimaschutzmanagement voran

Die Gemeinden Appen und Pellworm, die Städte Barmstedt, Fehmarn und Ratekau, die Ämter Berkenthin, Büchen, Hohe Elbgeest und Sandesneben-Nusse sowie der Kreis Herzogtum Lauenburg sind für ihr Energie- und Klimaschutzmanagement ausgezeichnet worden.

Feierliche Abschlussveranstaltung in Rendsburg: dena-Geschäftsführerin Kristina Haverkamp (Mitte) mit Vertretern der zehn ausgezeichneten Kommunen (Foto: Deutsche Energie-Agentur/Rolf Otzipka)
Feierliche Abschlussveranstaltung in Rendsburg: dena-Geschäftsführerin Kristina Haverkamp (Mitte) mit Vertretern der zehn ausgezeichneten Kommunen (Foto: Deutsche Energie-Agentur/Rolf Otzipka)

Sie nahmen erfolgreich an der Seminarreihe zum Energie-und Klimaschutzmanagement (EKM) in Kommunen teil. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) veranstaltete die Schulung im Auftrag der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) und der Schleswig-Holstein Netz (SH Netz).

Ratekau ist dritte Energieeffizienz-Kommune in Schleswig-Holstein

In Rendsburg erhielten alle Kommunen bei einer feierlichen Abschlussveranstaltung die Plakette „Beispielhaft in Schleswig-Holstein für effizientes kommunales Energiemanagement“ samt Urkunde. Dena zertifizierte zudem die Gemeinde Ratekau als Energieeffizienz-Kommune, da sie bereits alle Schritte im Energie- und Klimaschutzmanagement umgesetzt hat. Somit ist Ratekau die dritte Kommune in Schleswig-Holstein, die diesen Titel tragen kann.

In mindestens einem der Handlungsfelder Gebäude, Strom, Verkehr und Energiesysteme haben alle prämierten Verwaltungen Maßnahmen umgesetzt. Mehrere Sporthallen, Kitas und Schulen sanierte Ratekau umfassend energetisch. Geeignete Organisationsstrukturen, ein energie- und klimapolitisches Leitbild, eine detaillierte Analyse der energetischen Ausgangssituation, sowie darauf aufbauende Energiesparmaßnahmen gehören zum Management.

Die Kommunen setzen mit ihrem Engagement für ein effizientes Energiemanagement ein wichtiges Zeichen, sagte dena-Geschäftsführerin Kristina Haverkamp bei der Abschlussveranstaltung. „Sie sparen Energie und Kosten, gehen beim Klimaschutz voran und sind damit ein Vorbild für ihre eigenen Bürger, aber auch für andere Städte und Gemeinden. So leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Energie- und Klimaschutzziele in Deutschland“, ergänzt Kristina Haverkamp.

Umfassende energetische Sanierung

Staatssekretär Tobias Goldschmidt aus dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung beglückwünschte im Namen der Landesregierung die Teilnehmer. „Wir freuen uns, dass die EKSH und die SH Netz mit Hilfe der dena die Seminarreihe zum kommunalen Energie- und Klimaschutzmanagement in Schleswig-Holstein umgesetzt haben. Das bringt Energieeffizienz und Klimaschutz in Schleswig-Holstein voran. Besonderer Glückwunsch geht an die Gemeinde Ratekau für die Zertifizierung als dena-Energieeffizienz-Kommune. Ich ermuntere weitere Kommunen im Land, diesem positiven Beispiel zu folgen“, sagte der Staatssekretär.

Kommunale Vertreter haben in Schleswig-Holstein in einer Seminarreihe mit zehn Terminen über anderthalb Jahre die Grundlagen für ein kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement gelegt. Vergleichbare Seminarreihen hat die dena bereits in mehreren Bundesländern erfolgreich durchgeführt.

Deutschlandweit wenden 70 Kommunen das dena-Energie- und Klimaschutzmanagement an. Als dena-Energieeffizienz-Kommune sind bislang 14 Orte zertifiziert. Seit 2015 gehört die Stadt Schenefeld und seit 2017 der Kreis Steinburg dazu. Um eine Zertifizierung zu erhalten, ist die Teilnahme an einer Seminarreihe nicht notwendig.

Voraussetzungen für Zertifizierung

Eine Gemeinde kann sich als dena-Energieeffizienz-Kommune zertifizieren lassen, sobald sie sämtliche Schritte im Energie- und Klimaschutzmanagement umgesetzt hat. Zu den Maßnahmen gehören das Schaffen von Organisationsstrukturen, der Beschluss eines Leitbilds, die Analyse der Ausgangssituation, das Entwickeln sowie Finanzieren und Planen von Maßnahmen sowie deren Umsetzung.

Es wird sichergestellt, dass die energetischen Schwachstellen bei Gebäuden, bei der Stromnutzung, im Verkehrsbereich und im Energiesystem aufgedeckt und entsprechend verbessert werden können. Mit einem Energie- und Klimaschutzmanagement können Verwaltungen etwa 10 bis 15 Prozent Energie einsparen.

Die Zertifizierung bescheinigt den Kommunen, dass sie das Energie- und Klimaschutzmanagement der dena erfolgreich anwenden. Es dient damit zur Qualitätssicherung. Das Engagement der dena-Energieeffizienz-Kommune wird durch Logo, Schild und Urkunde nach außen sichtbar.

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