Energiewende im Gebäudesektor

Stand der kommunalen Wärmeplanung

Laut einer Analyse des BBSR lebt seit Ende 2025 etwa ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland, d.h. ca. 24,2 Millionen Menschen, in Gemeinden mit einem fertiggestellten Wärmeplan.

Bild: stock.adobe.com/Gerd
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Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat den Stand der kommunlaen Wärmeplanung analysiert. Demnach lag Baden-Württemberg im Ländervergleich vorn. Dort lebten 64 % der Bevölkerung in Kommunen mit fertigem Wärmeplan, gefolgt von Schleswig-Holstein (51 %) und Bayern (34 %).

Bis Ende Dezember 2025 hatten 1.359 Gemeinden (rund 13 %) ihre Wärmeplanung fertiggestellt, Ende Mai 2025 waren es noch 488. Weitere 5.157 Kommunen (rund 48 %) hatten Ende Dezember 2025 mit der Erstellung begonnen. Bis Jahresende wurden 638 Wärmepläne fertiggestellt. Viele davon entstanden in interkommunaler Zusammenarbeit (sogenannte Konvois und Gemeindeverbände) und beinhalten daher die Wärmeplanung für mehrere Gemeinden – ein Modell, das vor allem viele kleinere Kommunen nutzen. Nach Einschätzung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) dürften unter Berücksichtigung der Anzahl an Wärmeplanungen in interkommunaler Zusammenarbeit bis Mitte 2028 nach Ablauf der gesetzlichen Fristen bundesweit mindestens 3.000 Wärmepläne vorliegen.

Ein Wärmeplan ist ein strategisches Konzept, das aufzeigt, wie die Wärmeversorgung vor Ort künftig klimafreundlich, effizient und möglichst unabhängig von fossilen Energien gestaltet werden kann. Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen ihre Pläne bis zum 30. Juni 2026 vorlegen, alle übrigen bis Mitte 2028. Von den 83 Großstädten verfügten Ende 2025 bereits 38 über einen fertigen Wärmeplan.

„Bis Mitte 2026 könnte bei anhaltendem Tempo der kommunalen Wärmeplanung die Hälfte der Bevölkerung in einer Gemeinde mit fertigem Wärmeplan leben“, sagte BBSR-Expertin Andrea Arnold-Drmic. Entscheidend sei nun, dass die Pläne vor Ort als realistische Grundlage für die nächsten Schritte der Wärmewende genutzt werden könnten.

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