Studie: Smart-Home-Markt floriert

Laut einer Studie von eco und ADL werden sich Smart Home-Umsätze bis 2022 auf 4,3 Milliarden Euro verdreifacht haben. Der deutsche Smart Home-Markt wurde in sechs Segmente unterteilt. Durchschnittlich werden ihnen eine Wachstumsrate von bis zu 58 Prozent in den nächsten fünf Jahren vorhergesagt.

(Bild: eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.)
(Bild: eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.)

Anfang September 2017 wurde die Studie „Der deutsche Smart-Home-Markt 2017–2022. Zahlen und Fakten“ auf der IFA (Funkausstellung in Berlin) veröffentlicht. Die Studie wurde von eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. und Arthur D. Little durchgeführt. 

In den Marktsegmenten Energiemanagement mit 1,3 Milliarden Euro und Licht- und Fenstersteuerung mit 1,2 Milliarden Euro werden voraussichtlich die höchsten Umsätze erzielt. Insgesamt sechs Segmente untersucht die Studie – dazu gehören auch Sicherheit und Zugangskontrolle, Unterhaltung, Gesundheit und betreutes Wohnen sowie Haushaltsgeräte. 

Bis 2022 werden sich Smart Home-Systeme von den aktuell zwei Millionen auch etwa acht Millionen deutsche Haushalte vervierfachen. Das wachsende und immer breiter werdende Angebot reicht vom Fenstersensor über digitale Sprachassistenten und Staubsaugerroboter bis hin zu intelligenten Spiegeln. 

„Im Smart Home sind alle Geräte im und ums Haus vernetzt und interagieren intelligent“, sagt eco-Geschäftsführer Harald A. Summa. „Das Internet bildet dafür die Grundlage, denn es verbindet die Geräte miteinander und ermöglicht ihnen den Datenaustausch. Die Intelligenz hingegen entsteht durch die Analyse von Nutzungs- und die Kombination mit Kontextdaten zur Verbesserung der Funktionalität und Steigerung der Benutzerfreundlichkeit.“

Sprachassistenten ermöglichen die bequeme Steuerung von Smart Home-Anwendungen mittels natürlicher Sprache. „Systeme wie Alexa oder Google Home kombinieren künstliche Intelligenz und fortgeschrittene Spracherkennung, angebunden an häusliche Geräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder Überwachungsanlagen“, ergänzt Summa. 

Während die Elektro- und Maschinenbaubranche von 2010 bis 2015 nur jährlich um 0,5 bis sechs Prozent gewachsen ist, wird für den Smart Home-Markt ein Wachstum von 27 Prozent pro Jahr erwartet. Die Studie verspricht durch Daten- und Informationsaustausch zwischen Geräten unterschiedlicher Hersteller und hohe Nutzerfreundlichkeit ein erfolgreiches Mitwirken am Wachstum.

„Im internationalen Wettbewerb setzen sich Plattformen durch, die durch Offenheit die Innovationskraft von Partnerunternehmen und Startups nutzen, um neue Anwendungen für ein Produkt zu entwickeln und die Wertschöpfung zu teilen“, sagt Lars Riegel, Principal der Arthur D. Little GmbH. „Das Ziel sollte es demnach sein, mit offenen Systemen zu arbeiten und anderen Marktteilnehmern Zugang zum eigenen Produkt zu bieten, damit neue vernetzte Services entstehen können. In diesem Umfeld sehen wir riesige Chancen für den deutschen Mittelstand.“ 

Aufholbedarf sieht Riegel vor allem im Bereich smarter Software. „Während zahlreiche deutsche Unternehmen exzellente Hardwareprodukte herstellen, sind die dazugehörigen smarten Anwendungen oftmals sehr limitiert und nur bedingt nutzerfreundlich.“ Um das zu ändern, empfiehlt die Studie Unternehmen, Informationen wie beispielsweise Source Codes preiszugeben und so die Innovationskraft verwandter Industrien und sogar von Konkurrenten zu nutzen. 

Mitglieder des eco-Verbands erhalten die Studie auf Anfrage an mitglieder@eco.de. Für Nicht-Mitglieder steht eine kostenfreie Management Summary zur Verfügung. Sie haben außerdem die Möglichkeit, die komplette Studie für 149 Euro zu erwerben. 

eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.
Lichtstraße 43h
50825 Köln
Fon: +49(0)221 – 70 00 48 -260
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