SHK Innung Berlin feiert 400-jähriges Jubiläum

Die Innung Sanitär Heizung Klempner Klima Berlin (SHK) feierte mit einem Festakt am 7. und 8. Juli 2017 ihren 400. Gründungsjahrestag. Unter den Anwesenden waren Gäste aus Handwerk, Politik, Verbänden sowie Großhandel und Industrie. Als Ehrengast gratulierte auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller.

Bild v.l.n.r.: Dr. Klaus Rinkenburger (GF Innung), Andreas Müller (HGF ZV), Andreas Schuh (Obermeister Innung), Michael Hilpert (ZV-Vizepräsident), Andreas Koch-Martin (Leiter SHK-Ausbildungszentrum). (Foto: Studio Pur Fotogen GmbH)
Bild v.l.n.r.: Dr. Klaus Rinkenburger (GF Innung), Andreas Müller (HGF ZV), Andreas Schuh (Obermeister Innung), Michael Hilpert (ZV-Vizepräsident), Andreas Koch-Martin (Leiter SHK-Ausbildungszentrum). (Foto: Studio Pur Fotogen GmbH)

Die Festveranstaltung stand unter dem Motto „Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft“. Schon auf dem ersten Handwerkscamp im April diesen Jahres im eigenen Ausbildungszentrum zeigte die SHK-Innung digitale Weitsicht. Neben der Digitalisierung wird sich die Innung in den kommenden Jahren auch mit den Themen Energiewende, Barrierefreiheit und Fachkräftesicherung auseinandersetzen müssen.

Technologischer Fortschritt veränderte das Berufsbild

Pünktlich zum 400. Jubiläum legte die Innung eine Festschrift vor, in der ihr Weg durch die Jahrhunderte mit allen Windungen, Höhen und Tiefen nachgezeichnet wird. Im Jahr 1617 erfolgte der Zusammenschluss der Klempner, um gemeinsam ihre Interessen durchzusetzen. So erhoffte man sich, gegen bevormundende Reglementierung und Materialverteuerung vorgehen zu können.

Der technologische Fortschritt brachte den Wandel des Berufs mit sich. So wurden im 18. Jahrhundert aus dem Klempner der Gas- und Wasserinstallateur, Lüftungsbauer und Bauklempner. Im frühen 19. Jahrhundert erfolgten die Abschaffung der engen Grenzen des Zunftwesens in Preußen sowie die Einführung der Gewerbefreiheit. Das Berufsbild änderte sich abermals im Zuge der Industrialisierung. Dies war nur eine von zahlreichen Neuorientierungen, die die technische, wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung notwendig machten.

Vergangenheit – Gegenwart - Zukunft

Die Zeit des Nationalsozialismus zählt mit Sicherheit zum dunkelsten Abschnitt der Geschichte der Innung. Im Zeitraum von 1933 bis 1945 wurden die jüdischen Betriebe aus der Handwerksrolle gelöscht. Deren Inhaber beraubte man zunächst ihrer Existenzgrundlage. Viele kamen später in den Konzentrationslagern ums Leben.

Heute umfasst die SHK-Innung rund 670 Mitgliedsbetriebe mit mehr als 5.300 Erwerbstätigen sowie 1.000 Auszubildenden. Diesen Betrieben dient sie als Beratungs-, Informations- und Dienstleistungszentrum. Die SHK pflegt außerdem das unternehmerische Umfeld durch Lobby- und Netzwerkarbeit.

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