Ab 2016 ENplus-Siegel auch für Hackschnitzel

Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) hat zum 1. Februar 2015 mit der Entwicklung eines Zertifizierungssystems für Holzhackschnitzel begonnen. Das Vorhaben „HackZert“ wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert und ist Teil eines Maßnahmenpakets, das im Zuge der Umsetzung der zweiten Stufe der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen zum Immissionsschutz (1. BImSchV) zwischen dem Bundesumweltministerium (BMUB), der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) und mehreren Fachverbänden vereinbart wurde.

 Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) hat mit der Entwicklung eines Zertifizierungssystems für Holzhackschnitzel begonnen. Das Vorhaben „HackZert“ wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. Bild: DEPI, Berlin
Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) hat mit der Entwicklung eines Zertifizierungssystems für Holzhackschnitzel begonnen. Das Vorhaben „HackZert“ wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. Bild: DEPI, Berlin

Holzhackschnitzel sind in Deutschland ein breit genutztes Energieholzsortiment, das in unterschiedlichsten qualitativen Ausprägungen vorliegt. Die fehlende einheitliche Handelssortierung erschwert für Hackschnitzelfeuerungen das Erreichen der für die Emissionsmessungen im Rahmen der 1. BImSchV (2. Stufe) seit diesem Jahr geltenden Anforderungen. Die Entwicklung und Einführung eines Zertifizierungsprogramms soll zukünftig die Bereitstellung homogener Holzhackschnitzelqualitäten gewährleisten. Die Markteinführung der Hackschnitzelzertifizierung ist für das Jahr 2016 geplant. In diesem Jahr soll die Systematik in einem Handbuch erarbeitet und bei verschiedenen Hackschnitzelproduzenten modellhaft getestet werden. Kesselhersteller und Anlagenbetreiber werden ebenfalls in die Entwicklung einbezogen. Unternehmen und Einrichtungen, die ein Interesse am Themenbereich Hackschnitzel haben, können sich auch beteiligen.

Die Entwicklung der Hackschnitzelzertifizierung (HackZert) unter Federführung des DEPI wird durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe unter dem Förderkennzeichen (FKZ) 22025514 unterstützt. Mit der Umsetzung des Projekts sind DEPI-Fachreferent Ralf Schmersahl als Projektleiter und Maximilian Volgmann (B.Sc. Forstwirtschaft) als Projektmanager beauftragt.

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