VDS: Stärke statt Skepsis

Während die momentane politische „Großwetterlage“ und ihre möglichen Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft derzeit täglich für meist negative Schlagzeilen sorgen, blickt die Sanitärbranche gespannt auf die ISH 2017. Ob und inwieweit das u. a. von zunehmenden protektionistischen Tendenzen ausgelöste erhebliche „Verunsicherungspotenzial“ der positiven Grundstimmung im Badsektor schadet, dürfte Mitte März für das generelle Messeklima von entscheidender Bedeutung sein.

Ihr umfassendes Leistungs- und Aktivitätenprogramm für die Branche will die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) auch während der ISH sicht- und erlebbar machen. Ein Forum dafür ist die knapp 200 m² große „Waterlounge“. Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)
Ihr umfassendes Leistungs- und Aktivitätenprogramm für die Branche will die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) auch während der ISH sicht- und erlebbar machen. Ein Forum dafür ist die knapp 200 m² große „Waterlounge“. Foto: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

Das prognostiziert die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) – und weist zugleich darauf hin, dass es „in der Sache“ für die Branche keinen Anlass zur Skepsis gibt. Im Gegenteil spricht laut Geschäftsführer Jens J. Wischmann vieles für eine Fortsetzung des inzwischen seit 2009 ununterbrochenen Wachstumskurses. Individualisierung, demografischer Wandel und Gesundheit seien nur einige Stichworte für dauerhafte Kompetenz- und Nachfragefelder.

Exemplarische Beweise
Insgesamt wird die Devise „drei Standorte, drei Bühnen und drei unterschiedliche Themenwelten“ die ISH-Messepräsenz des Verbands prägen. So bietet die knapp 200 m² große „Waterlounge“ in Halle 3.1, an die sich im Übrigen die ZVSHK-Präsentation „Bad 4.0“ direkt anschließt, interessierten Bad-Profis, Architekten, Planern, Designern und Journalisten wieder eine zwanglose Informations- und Dialogplattform. Am 16. März wird daran auch Franziska van Almsick mitwirken. Während des ganztägigen Besuches der prominenten Badbotschafterin sind Interviews, Diskussionsrunden, Fotoaufnahmen und ein selektiver „ISH-Rundgang“ vorgesehen.
Zu den Themenschwerpunkten in der „Waterlounge“ gehört das breite Dienstleistungsspektrum der Branchen-Dachorganisation. Wischmann hebt hier exemplarisch die 2016 gestartete Kommunikationsoffensive „Bad und Gesundheit“ mit ihren publikums- und fachbezogenen Modulen, die vertriebsstufenübergreifende Weiterbildungseinrichtung Bad-Akademie sowie die „erfolgreiche Arbeit“ der Aktion Barrierefreies Bad hervor.

Transparenz durch Collagen
Die in Kooperation mit der Messegesellschaft realisierte und im Saal „Europa“ (Halle 4.0) gezeigte Inszenierung „Pop up my bathroom“ zählt ebenfalls zu den etablierten Herzstücken der VDS-Beteiligung. Das Trendforum beschäftigt sich 2017 mit den vielfältigen Facetten des individuellen Bades. Es lässt sich dabei von der Erkenntnis leiten, dass private Bäder je nach favorisierter (Stil-)Richtung und persönlicher Vorliebe immer anders aussehen (müssen).
Um welche Tendenzen es sich handelt und welche Individualisierungs-Möglichkeiten schon heute existieren, spielt das bereits zum fünften Mal verwirklichte Projekt in insgesamt acht 3D-Collagen durch. Das geschieht sowohl per Foto als auch durch die jeweilige „1:1“-Umsetzung. Passend zum zentralen Thema stellen in- und ausländische Referenten während eines täglich wechselnden Vortrags- und Diskussionsprogramms Konzepte aus Design und Forschung vor, erläutert Wischmann.

Mehr Bäder – weniger Monteure
Völlig andere Ziele verfolgt schließlich die von der VDS ebenfalls unterstützte „Werkstatt Bad“. Sie soll gerade den Besuchern aus dem Fachhandwerk konkreten Nutzen verschaffen. Unter dem Motto „Wir zeigen Zukunft“ geht es im Foyer der Halle 4.0 darum, rationelle Montagemethoden praxisnah zu demonstrieren. Im Fokus werden dabei die Vorteile einer modernen und präzisen Vorfertigung stehen. Auf einer rund 150 m² großen Aktionsfläche wird deshalb pro Messetag ein Bad inklusive Beplankung mit Fliesen und Installation der Sanitärobjekte aufgebaut.
www.sanitaerwirtschaft.de

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