Umfrage: Klimawandel und Wetter

Eine Umfrage, die das Portal heizung.de durchführte, fand, dass ein Teil der Deutschen trotz aller öffentlichen Debatten und wissenschaftlicher Studien noch immer unsicher sind, wie sie Aussagen zu Wetter und Klima bewerten sollen. Die meisten meinen, den Klimawandel in Deutschland zu spüren, doch immerhin ein Viertel der Befragten ist skeptisch. Und auch wenn sich alle Altersgruppen beim Anstieg der deutschen Durchschnittstemperaturen mit einer Zustimmungsrate von über 80 % einig ist, hält die Mehrheit der Befragten extrem heiße Sommertage noch immer für eine Ausnahmeerscheinung.

Grafik: heizung.de
Grafik: heizung.de

Das zeigt, dass weiterhin Aufklärungsbedarf besteht. Zwar glauben knapp 70 % der Befragten, dass sie in der eigenen Wohnung CO2 einsparen können. Anscheinend wissen viele aber nicht wie oder sind überzeugt, dass das nicht viel bringt.  40 % denken, dass sie als einzelne nichts bewegen können und die Reduktion von CO2 Sache von Politik und Industrie ist. Bei den Jüngeren (18 bis 34 Jahre) ist es mit 49 % sogar knapp die Hälfte, die sich ohnmächtig fühlt.

Wetterdaten – was sind die Fakten?
Sicher ist, dass extrem heiße Sommertage seit 1991 kontinuierlich zunehmen. Eeine interaktive Deutschlandkarte, bei der man mittels Schieberegler durch die Temperaturen der letzten 50 Jahre navigieren kann, zeigt den Anstieg der Durchschnittstemperaturen.

Klimaschutz fängt zuhause an
Am besten für die Umwelt ist es natürlich, seine Heizungsanlage umzustellen und auf eine emissionsarme Technologie wie eine Wärmepumpe umzusteigen. Doch auch wer nicht im Eigenheim lebt, kann im Alltag viel bewegen. So können neben der Nutzung von Ökostrom und effizienten Geräten auch die Einstellung des Kühlschranks und die Wahl des Waschmaschinen-Programms jeden Tag den CO2-Ausstoß reduzieren. Und wer den Tipp zum effizienten Heizen beherzigt, kann dabei sogar noch richtig Geld sparen.

Tipps vom Heizungsportal:
Einkaufen: Regionale Produkte haben einen deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck als importierte Waren. Wo es möglich ist, sollte die Wahl auf regionale und zugleich saisonale Produkte fallen.

Ökostrom: Ein 3-Personen-Haushalt kann durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter den Ausstoß von bis zu 800 kg Kohlenstoffdioxid pro Jahr vermeiden.

Elektrische Haushaltsgeräte: Waschmaschine, Kühlschrank oder Fernseher mit den Energieeffizienzklassen A+ bis A+++ verbrauchen weniger Energie und sparen somit Emissionen und Kosten ein.

Standby-Modus vermeiden: Ausschalten ist gut für die Umwelt und den Geldbeutel zugleich.

Kühlen und Gefrieren: Pro Grad Celsius lassen sich 4 % Strom sparen, wenn die Geräte nicht direkter Sonne ausgesetzt und nicht zu kalt eingestellt sind. 7 °C im Kühlschrank und -18 °C im Gefrierschrank reichen völlig aus.

Waschen: 0 % des Energieverbrauchs einer Waschmaschine werden zum Aufheizen benötigt. Je kühler und kürzer die Waschgänge, desto sparsamer sind sie. Ein sparsamer Umgang mit Waschmitteln verbessert die Bilanz zusätzlich.

Richtig Heizen: Maximal auf 20 °C und mehrmals am Tag stoßlüften, statt die Fenster zum Lüften anzukippen. das spart auch viel Geld.

LEDs: ... sind bis zu 90 % sparsamer als herkömmliche Glühbirnen und Energiesparlampen. Zusätzlich haben sie eine deutlich längere Lebensdauer, enthalten keine Umweltgifte und sind in nahezu allen Farbtönen erhältlich.

Wiederverwenden: Der ständige Kauf neuer Kleidung, Haushaltsgeräte oder Handys belastet die Umwelt und produziert jede Menge Müll. Warum also nicht Dinge zuerst reparieren, leihen oder teilen? Darüber freuen sich die Umwelt und der Geldbeutel.

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