Objektus

Rauchalarm barrierefrei wahrnehmbar machen

Die Barrierefreiheit einer Wohnung beschränkt sich nicht allein auf die Zugänglichkeit. Wo Menschen mit Gehörproblemen leben, müssen unbedingt auch Rauchwarnmelder barrierefrei wahrnehmbar sein.

Gehörlosenset zur Ergänzung des Rauchwarnmelders. Bild: Objektus
Gehörlosenset zur Ergänzung des Rauchwarnmelders. Bild: Objektus

Auch wenn der Alarmton eines Rauchwarnmelders mit 85db(A) so eindringlich und laut ist, dass selbst die Nachbarschaft in der weiteren Umgebung aufgeschreckt wird: Gehörlose Bewohnerinnen oder Bewohner würden die drohende Gefahr gar nicht, und im Hörvermögen eingeschränkte Personen nur bedingt wahrnehmen können.

Zusatzgerät für Rauchwarnmelder

„Sobald wir erfahren, dass eine von uns betreute Wohnung von Menschen mit Gehörproblemen genutzt wird, empfehlen wir umgehend die Ergänzung der Rauchwarnmelder um zusätzliche Technologien“, sagt Thomas Stumpf, Vertriebsleiter der Objektus GmbH. „Zum Glück gibt es inzwischen wirkungsvolle Zusatzgeräte, die einen akustischen Alarm zusätzlich auch optisch und haptisch signalisieren, was Menschen mit verringertem Hörvermögen zusätzliche Sicherheit gibt“, so Stumpf weiter.

Als konkretes Beispiel nennt Thomas Stumpf ein von der Düsseldorfer Ei Electronics KG entwickeltes Hörgeschädigtenmodul, das nach Alarmauslösung Stroboskoplichter und separate Vibrationskissen aktiviert. Auf Basis der von Ei Electronics ebenfalls angebotenen Rauch-, Wärme- und Kohlenmonoxidwarnmelder kann das System unkompliziert und kabellos in jeder Wohnung schnell installiert werden.

Während das Stroboskoplicht das Meldersignal optisch erkennbar macht, wecken unter dem Kopfkissen platzierte Vibrationskissen schlafende Bewohnerinnen und Bewohner auch nach dem Ausschalten etwaiger Hörgeräte sofort auf. „Diese barrierefreie Rauchwarnmelder-Lösung bietet gehörlosen oder hörgeschädigten Menschen maximale Sicherheit und ist auf einfache Weise nutzbar“, stellt Thomas Stumpf von Objektus fest. „Inzwischen haben wir das System schon in zahlreichen Wohneinheiten installiert und hinsichtlich der einfachen Handhabung und der Zuverlässigkeit durchgehend nur positive Erfahrungen gemacht.“

Bei Vorliegen einer ärztlich diagnostizierten Beeinträchtigung des Hörvermögens können die mit der Installation entsprechender Hilfsmittel verbundenen Kosten außerdem durch die Krankenkasse erstattet werden.

Printer Friendly, PDF & Email
08.10.2025
Zum Brandschutztag
Der Brandschutztag am 09. Oktober macht auf die oft unterschätzte Gefahr durch Brände und Rauch aufmerksam.
14.04.2026
Mehr als nur Sensorik
Ein professionalisiertes IoT stärkt Klimaresilienz und Energieeffizienz und hilft dabei, die Gebäudesicherheit datenbasiert zu verbessern
05.08.2025
ZVEI-Umfrage
Der Verband der Elektro- und Digitalindustrie hat die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, die im April mit dem GfK – an NIQ company eBUS unter ca. 1.000 Personen im Alter von 18-74 Jahren...
26.09.2025
Gemeinsames Positionspapier
Die Bundesregierung ist verpflichtet, die novellierte EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden 2024/1275 (EPBD) bis Mai 2026 in nationales Recht umzusetzen.
18.05.2026
Fraunhofer ISE
In Kaiserslautern wurde eine ehemalige Industriebrache zu einem klimaneutralen Quartier. Das Fraunhofer ISE begleitete die Transformation im Forschungsprojekt EnStadt:Pfaff.
02.12.2025
Abwärme aus Rechenzentrum
Am Dienstag wurde für das denkmalgeschützte Wohngebäude Pallasseum in der Pallasstraße in Berlin-Schöneberg ein neues Wärmeversorgungssystem offiziell in Betrieb genommen.