Personalien

Prof. Lutz Eckstein als VDI-Präsident wiedergewählt

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Lutz Eckstein wurde am 4. Dezember von der Vorstandsversammlung des VDI einstimmig für weitere drei Jahre zum Präsidenten wiedergewählt.

Prof. Lutz Eckstein wurde als VDI-Präsident einstimmig bestätigt. Er ist Leiter des Instituts für Kraftfahrzeuge an der RWTH Aachen. Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Präsident des VDI ist er im wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für Verkehr.Bild: Ivo Mayr
Prof. Lutz Eckstein wurde als VDI-Präsident einstimmig bestätigt. Er ist Leiter des Instituts für Kraftfahrzeuge an der RWTH Aachen. Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Präsident des VDI ist er im wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für Verkehr.Bild: Ivo Mayr

Der Präsident führt damit den größten technisch-wissenschaftlichen Verein Deutschlands in seiner zweiten Amtszeit bis 2028 weiter.

„Wir haben die Technologien, die klugen Köpfe und wegweisende Ideen. Jetzt brauchen wir den Mut zu größeren Zügen im globalen Schachspiel“, sagte Eckstein in seiner Rede auf der Vorstandsversammlung in Düsseldorf. Er warb eindringlich für eine strategische Erneuerung der deutschen Innovationspolitik: „Innovation beginnt mit Haltung: Vertrauen in Ingenieurinnen und Ingenieure, Vertrauen in Gestaltungskraft. Das ist die notwendige Voraussetzung für eine aktive Gestaltung der Zukunft“, so Eckstein.

Anhand des 5-Ebenenmodells der Innovation erläuterte er, dass aus einer Erfindung nur dann eine Innovation wird, wenn der regulatorische Rahmen die jeweilige Forschung erlaubt und die ökonomischen Randbedingungen eine wettbewerbsfähige Industrialisierung ermöglichen, so dass Produkte und Verfahren entstehen, die nachgefragt werden.

Ein Schwerpunkt der Versammlung war auch in diesem Jahr die VDI-Initiative „ Zukunft Deutschland 2050“. Die Initiative habe seit 2024 zahlreiche Impulse gesetzt, die auch durch regionale Dialogformate über Zukunftsszenarien in den Bereichen Energie, Qualifikation sowie Gesundheit in die Regionen Deutschlands hineingetragen wurden. Bereits Ende 2026 werden die verschiedenen Impulse zu Schlüsselbranchen und -technologien zu einem ganzheitlichen Zielbild 2050 zusammengelegt und betrachtet.

Für seine zweite Amtszeit kündigte Prof. Lutz Eckstein an, das Thema Künstliche Intelligenz in enger Zusammenarbeit mit Partnern wie der Gesellschaft für Informatik zu einem der Schwerpunkte der Initiative zu machen. Die Zukunft nahezu jeder Branche hänge maßgeblich vom intelligenten Einsatz von KI ab. Zum Abschluss seiner Rede rief er die Mitglieder dazu auf, ein neues Selbstverständnis des Ingenieurberufs zu entwickeln: „Wir müssen lernen, wie beim Schachspiel taktisch zu denken und unsere Figuren mutiger zu bewegen. Nur so gestalten wir die Zukunft – für Deutschland, für Europa und für die nächste Generation.“

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