Wirtschaft

Pelletpreis in diesem August höher als im Vorjahresmonat

Der Preis für Holzpellets liegt im August 2026 deutlich höher als für die Sommermonate üblich.

Grafik: DEPI
Grafik: DEPI

Eine Tonne Pellets kostet laut dem Deutschen Pelletinstitut (DEPI) bei einer Abnahmemenge von 6 t aktuell durchschnittlich 427,72 Euro. Für eine Kilowattstunde Wärme aus Pellets zahlen Verbraucher derzeit 8,55Ct. Gegenüber dem Vormonat stieg der Preis damit um rd. 10%.

Das Pelletinstitut macht dafür primär die derzeit geringere Verfügbarkeit von Sägespänen verantwortlich, dem wichtigsten Rohstoff für die Pelletproduktion. Aufgrund der schwachen Baukonjunktur sei der Einschnitt in den Sägewerken deutlich reduziert und es fielen weniger Sägespäne an, die als Rohstoff für die Pelletproduktion benötigt werden. Gleichzeitig seien Kosten wie etwa für Personal und Transport gestiegen. Das aktuelle Preisniveau liege damit über dem Niveau der vergangenen beiden Jahre.

Pellets seien dennoch deutlich günstiger als Öl und Gas, so das Institut: Der Preisvorteil gegenüber Heizöl liegt aktuell bei rd. 35%, gegenüber Erdgas bei etwa 24%. Im langjährigen Durchschnitt seit 2015 waren Pellets rund 25% günstiger als Heizöl und fast 31% günstiger als Erdgas.

Seit 2011 wird der DEPI-Pelletpreis monatlich veröffentlicht. Er gibt den Durchschnittspreis in Deutschland für 1 t Pellets der Qualitätsklasse ENplus A1 für die jeweilige Abnahmemenge wieder (Lieferung im Umkreis von 50 km, inklusive aller Nebenkosten und Mehrwertsteuer) – deutschlandweit und in drei Regionen.

Die Pelletproduktion hat in den letzten Jahren leicht zugenommen.

Die Grafik gibt die Quartalszahlen für die Pelletproduktion in den Jahren 2022-2025 in einem Balkendiagramm an.
Holzpelletproduktion in Deutschland 2022 - 2025. Grafik: DEPI
Die Grafik zeigt die quartalsweise Pelletproduktion in den Jahren 2023 - 2026 als Balkendiagramm.
Holzpelletproduktion in Deutschland 2023 - 2023. Grafik: DEPI

 

Waldbrände und Holzproduktion

Auf Anfrage der Redaktion, ob das Pelletinstitut eine klimawandelbedingte Gefahr für die Holzproduktion sieht, teilt das Institut mit, dass der Klimawandel den deutschen Wald vor erhebliche Herausforderungen stelle – neben Trockenheit und Borkenkäferbefall zählten auch Waldbrände wie in diesem Sommer zu den Folgen, mit denen sich das DEPI intensiv auseinandersetze.

Die DEPI-Broschüre Unser Wald der Zukunft ordne ausführlich ein, wie sich der Wald durch einen aktiven, klimaangepassten Waldumbau widerstandsfähiger machen lasse und welche Rolle die energetische Holznutzung dabei spiele.

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