Studie

Corona-Auswirkungen beim Heizenergieverbrauch

Eine neue Studie von tado° zeigt, dass in deutschen Haushalten diesen Winter tagsüber 9,4 % mehr geheizt wurde als noch im vergangenen Winter vor Corona.

Quelle: tado°
Quelle: tado°

Durch weniger Autofahren, aufgrund von Home Office oder generellen Ausgangsbeschränkungen konnte zwar Geld und CO2 eingespart werden, doch die Energierechnung für die Haushalte sind durch das vermehrte Heizen gestiegen. 

Für die Studie wurden etwa 86.000 deutsche und 300.000 europäische Haushalte untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass italienische und spanische Haushalte mit über 20 % den größten Anstieg der Heizkosten zu verkraften hatten, während Dänemark und Schweden die niedrigsten Werte aufwiesen. Und das, obwohl dieser Winter in Europa im Durchschnitt 0,6 °C wärmer war als der vorherige Winter. 

In Europa entfällt die Hälfte des Energieverbrauchs auf das Heizen und Kühlen in Gebäuden und in der Industrie. Damit ist dieser Bereich der größte Energieendverbrauchs-Sektor - noch vor Verkehr und Elektrizität. Heizung und Warmwasser machen dabei etwa drei Viertel des Energieverbrauchs eines Hauses aus. Und zwei Drittel der Energie, die für Heizen, Kühlen und Warmwasser in Wohngebäuden verwendet wird, stammen immer noch aus fossilen Brennstoffen.

„Im vergangenen Jahr haben wir einen richtigen Wandel in der Arbeitswelt erlebt. Viele Leute haben ihr Zuhause zum Büro umfunktioniert. Das hat natürlich auch erhebliche Auswirkungen auf die Heizkosten”, sagt tado° Mitgründer und Chief Product Officer Christian Deilmann. „Die gute Nachricht ist, dass es bereits Technologien gibt, die die Energieeffizienz zuhause erhöhen. So können die Leute Geld sparen und ihre Wohnungen und Häuser zeitgleich warm halten.” 

Es gibt viele kostengünstige Möglichkeiten, um beim Heizen Geld zu sparen. Das Herunterdrehen des Thermostats um ein Grad erspart bereits rund 6 % der Heizenergie. Es gibt aber auch Einsparmöglichkeiten, die nicht auf Kosten des Komforts gehen. Zum Beispiel, wenn die Heizung und das Warmwasser nur dann genutzt werden, wenn man sie auch wirklich benötigt. Die Umstellung auf ein intelligentes Thermostat kann beispielsweise sicherstellen, dass Wohnungen und Räume nur beheizt werden, wenn jemand zu Hause ist. Zusätzliche Einsparungen können durch Anpassung an das Wetter und Fenster-Offen-Erkennung erzielt werden. Studien haben gezeigt, dass dadurch die Heizkosten um bis zu 31 % gesenkt werden können, ohne dass der Hauseigentümer oder Mieter auf Komfort verzichten muss.

Quellen:
European Commission energy data
European Commission Renovation Wave
Verbraucherzentrale.de
Fraunhofer Institut für Bauphysik

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